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Über das Papstthum : neu bearb.
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Ehelosigkeit der Geistliche» im Papstthume. gz

Heere eines Regenten vergleichen, der große Eroberungen gemachthat, und diese Eroberungen durch jenes stehende Heer im Zaumehalt; die andern sind nur einfache und zinsbare Untcrthancn, dievon dem Ihrigen tapfer hergeben müssen, um jene große Cleriseizu verpflegen. Die Erstem haben das Besondere, daß sie insge-sammt der Ehe sich enthalten müssen. Hiervon gicbt man zwar vor,es geschehe wegen vorzüglicher Heiligkeit, und damit sie ihr Amtdesto ungehinderter verrichten könnten; allein die eigentlichen undwahren Ursachen sind: Damit diese Leute nicht mehr auf ihr Weibund Kind sehen, als das Interesse der Kirche beobachten, daß siesich nicht aus Rücksicht auf ihre Familien zu sehr von der weltli-chen Obrigkeit, unter der sie leben, abhängig machen, und nichtsvon den Kirchen-Mitteln auf die Ihrigen verwenden. Ferner da-mit sie desto bereiter sind, den Willen des Papstes in allen Stü-cken, und vorzüglich gegen die Fürsten, unter denen sie leben, zuvollführen, weil sie den Zorn derselben leicht verachten können, in-dem sie nicht an den Staat gebunden sind, und für nichts, als fürihren eignen Leib zu sorgen haben. Denn Weib und Kind wer-den von dem, der sie in seiner Gewalt hat, für das größte Pfandgehalten, aber ein lediger Mann kann leicht an andern Orten seinBrod finden. Wie denn der Papst ohnedies gesucht hat, sie aufalle Weise von der Macht und Jurisdiction der weltlichen Obrig-keit zu befreien, und einzig und allein unter seinem Forum zu ha-ben; so würde auch endlich die Habsucht der Clerisei bei weitemnicht so reiche Ernte gefunden haben, wenn es hatte scheinen kön-nen, als bettelten sie für ihre Weiber und Kinder, als jetzt, daes heißt, sie betteln nicht für sich, sondern für die Kirche. Dochhaben diejenigen, die der Clerisei das ehelose Leben aufgedrungenhaben, dabei vergessen, auch auf ein Reccpt zu denken, wodurchallen Geistlichen das ckonum eontlnentiso könnte beigebracht wer-den, was ihnen gar nicht übel anstehen würde.

Bon ihrer ungeheuren Menge kann man sich aus den Wor-ten Pauls IV. eine Borstellung machen: Er habe unter sei-ner Botmäßigkeit 28800V Parochieen und 4400 Klöster, wennanders diese Angabe, und besonders die der Klöster, nicht über-trieben ist. Die ganze Clerisei aber kann man wieder abthei-lcn in solche, die einfache Priester und Geistliche sind, und in die,