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Über das Papstthum : neu bearb.
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gg Das Papstthum als Monarchie betrachtet.

Italiener sei; was nicht allein deßhalb geschieht, damit die Ehrelind der Gewinn des papstlichen Stuhls mehr den Einheimischen,als den Fremden zukommen möge, sondern auch, weil dessen Si-cherheit und Erhaltung zum Theil mit davon abhangt, daß Frank-reich und Spanien immer im Gleichgewichte erhalten werden.Denn dies Gleichgewicht würde ein französischer oder spanischerPapst bald aufheben, indem er seiner Nation zu viel Vortheil ein-räumen, und dadurch Andere vom päpstlichen Stuhle abwendigmachen würde. Einen alten, und nicht einen jungen Papst aberwählt man, damit auch Andere die Hoffnung haben sollen, einstzu dieser Würde zu gelangen, und damit er, bei zu langer Regie-rung, nicht etwa die Maximen des Papstthums ändere, oder seineFamilie zu mächtig und reich, und sich selbst einen so großen An-hang machen könne, daß das Papstthum immer bei seinen Freun-den bliebe. Ueberdem sind auch die Kräfte der Jugend zu diesemAmte nickt eben so nöthig, da der Papst nicht zu Felde ziehensoll, sondern nur eine äußere Würde zu beweisen hat. Man siehtferner darauf, daß er mit dem vorigen nicht zu nahe verwandt sei,damit die geistlichen Pfründen und Vortkcilc nicht alle auf eineFamilie fallen, ünd damit von dem Folgenden das gebessert werde,was etwa der vorige versehen hat. Endlich nimmt man auchgern einen solchen, der weder zu gut spanisch, noch zu gut franzö-sisch, dennoch aber keinem von beiden zuwider ist; so wie dennauch beide Regierungen diejenigen, die sie von der päpstlichenWürde möchten ausgeschlossen wissen, namentlich zu bezeichnen pfleg-ten. Doch ist es oft geschehen, daß einer Papst wurde, an denman am wenigsten dachte, wenn die Cardinäle des Jntriguirensmüde waren und Gott dankten, wenn sie wieder aus dem Con-clave herauskamen. Auch hat es sich oft ereignet, daß sich Einerauf dem päpstlichen Stuhle ganz anders machte, als man sich vonihm, da er noch Cardinal war, vorgestellt hatte. Uebrigens schreibtman dem Papste beim Antritte seiner Regierung keine bestimmteCapitulation vor, weil es nicht wohl passen würde, denjenigen mitmenschlichen Gesetzen und Verträgen binden zu wollen, von demman behauptet, daß er den heiligen Geist in solchem Ueberflusse in«orinio pectoris wohnen habe. Doch steht, wie bei den Hochstif-tern das Domcapitel, dem Papste das Collegium der Cardinäle