Druckschrift 
4 (1858)
Entstehung
Seite
220
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selben Gesetzen, welche die Bewegungslehre anerkennt; aberdie Erdwellen sind in ihrer verheerenden Wirkung von Phä-nomenen begleitet, die ihrer Natur nach dunkler bleiben undin die Classe physischer Processi gehören. Als solche sind auf-zuzählen: Ausströmungen von gespannten Dämpfen; von Gas-Arten; oder, wie in den kleinen bewegten Moya-Kegeln vonPelileo, grusartiger Gemenge von Pyroren-Krystallen, Kohleund Jnfustonsthierchen mit Kicselpanzern. Diese wandernden Ke-gel haben eine große Zahl von Hütten der Indianer umgestürzt. ^

In dem allgemeinen Naturgemälde sind viele überdie große Katastrophe von Riobamba Febr. 1797) ausdem Munde der Ueberlebenden an Ort und Stelle mit demernsten Bestreben nach historischer Wahrheit gesammelte That-sachen erzählt. Einige sind den Ereignissen bei dem großenErdbeben von Calabrien aus dem Jahre 1783 analog, anderesind neu und durch die minenartige Kraftäußerung von untennach oben besonders charakterisirt. Das Erdbeben selbst warvon keinem unterirdischen Getöse begleitet, durch keines ver-kündigt. Ein ungeheures Getöse, noch jetzt durch den ein-fachen Namen ei grsn ruillo bezeichnet, wurde erst 18 bis29 Minuten später, und bloß unter den beiden Städten Quitound Jbarra, fern von Tacunga, Hambato und dem Haupt-schauplatz der Verheerung, vernommen. Es giebt kein anderesEreigniß in den trüben Verhängnissen des Menschengeschlechts,durch welches in wenigen Minuten, und dazu in sparsam be-völkerten Gebirgsländern, so viele Taufende auf einmal den Todfinden, als durch die Erzeugung und den Vorübergang wenigerErdwellen, von Spaltungs-Phänomenen begleitet!

Bei dem Erdbeben von Riobamba, über welches der berühmteValencianische Botaniker, Don Josi Cavanilles, die frühesten