218
Aussteigen elastischer Dämpfe, gebildet (an der Grenzezwischen dem Flüssigen und Festen) entweder allein aus dergeschmolzenen Erdmasse oder aus eindringendem Meeres-wasser; sich Plötzlich öffnende Spalten, und das plötzlicheAufsteigen tiefer entstandener, und darum heißerer und ge-spannterer Dämpfe in höhere Felsschichten, der Erdoberflächenäher: verursachen die Erschütterung. Als Nebenwirkungeiner nicht tellurischen Ursach wird auch wohl die Attractiondes Mondes und der Sonne ^ auf die flüssige, geschmolzeneOberfläche deö Erdkerns betrachtet, wodurch ein vermehrterDruck entstehen muß: entweder unmittelbar gegen ein festesaufliegendes Felsgcwölbe; oder mittelbar, wo in unterirdi-schen Becken die feste Masse durch elastische Dämpfe vonder geschmolzenen, flüssigen Masse getrennt ist.
Der Kern unseres Planeten wird als aus unorydirtenMassen, aus den Metalloiden der Alkalien und Erden be-stehend gedacht. Durch Zutritt von Wasser und Luft soll dievulkanische Thätigkeit in dem Kerne erregt werden. Die Vul-kane ergießen allerdings eine große Menge Wasserdampf in dieAtmosphäre; aber die Annahme des Eindringens des Wassersin den vulkanischen Heerd hat viele Schwierigkeit, in Be-trachtung des gegenseitigen Druckes " der äußeren Wasser-säule und inneren Lava; und der Mangel oder wenigstensdie große Seltenheit von brennendem Wasserstoff-Gas wäh-rend der Eruption, welchen die Bildungen von Chlor-Wasserstoff-SäureAmmoniak und geschwefeltem Wasserstoffwohl nicht hinlänglich ersetzen, hat den berühmten Urheberder Hypothese sie selbst freimüthigaufzugeben vermocht.
Nach einer dritten Ansicht, der deö so vielbegabtensüdamerikanischen Reisenden Boussingault, wird ein Mangel