v. Magnetische Thätigkeit des Erdkörpcrs in ihren dreiKraftänßernngcn: der Intensität, der Neigung und derAbweichung. — Punkte (magnetische Pole genannt), indenen die Neigung 90° ist. — Curve, auf der keine Nei-gung beobachtet wird. (Magnetischer Aequator.) — VierPunkte der größten, aber unter sich verschiedenen Inten-sität. — Curve der schwächsten Intensität. — Außerordent-liche Störungen der Declination (magnetische Gewitter). —Polarlicht.
(Erweiterung des NaturgemäldcSi Kosmos Bd. I. S. 184— 203 und427 — 442 Am», ll —49; Bd. II. S. 372 —37k »nd SIS Anm. K3 —74;
Bd. III. S. 3SS —401 und 413 Am». 30.)
Die magnetische Constitution unseres Planeten kannnur aus den vielfachen Manifestationen der Erdkrast, in sofern sie meßbare Verhältnisse im Räume und in der Zeitdarbieten, geschlossen werden. Diese Manifestationen habendas Eigenthümliche, daß sie ein ewig Veränderliches derPhänomene darbieten, und zwar in einem weit höheren Gradenoch als Temperatur, Dampfmenge und electrische Tension derunteren Schichten des Luftkreises. Ein solcher ewiger Wechselin den mit einander verwandten magnetischen und electrischenZuständen der Materie unterscheidet auch wesentlich die Phäno-mene des Electro-Magnetismus von denen, welche durch dieprimitive Grundkraft der Materie, ihrer Molecular- undMassen-Anziehung bei unveränderten Abständen bedingtwerden. Ergründung des Gesetzlichen in dem Veränder-lichen ist aber das nächste Ziel aller Untersuchung einer Kraftin der Natur. Wenn auch durch die Arbeiten von Coulombund Arago erwiesen ist, daß in den verschiedenartigsten Stoffender electro-magnetische Proceß erweckt werden kann, so zeigt sichin Faraday's glänzender Entdeckung des Dia Magnetismus,