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Die invariable Erdschicht ist in Hinsicht ihrer Tiefe(ihres Abstandes von der Oberfläche) zugleich abhängig vonder Polhöhe, von der Leitungsfähigkeit des umgebenden Ge-steins, und der Größe des Temperatur-Unterschiedes zwischender heißesten und kältesten Jahreszeit. In der Breite von Paris(48° 50") werden herkömmlich die Tiefe und Temperatur derLaves cle I'Ollservatoire (86 Fuß und 11°,834) für Tiefe undTemperatur derinvariablenErdschicht gehalten. Seitdem(1783) Cassini und Legentil ein sehr genaues Quecksilber-Thermometer in jenen unterirdischen Räumen, welche Theilealter Steinbrüche sind, aufgestellt haben, ist der Stand desQuecksilbers in der Röhre um 0°,22 gestiegen. Ob die Ursachdieses Steigens einer zufälligen Veränderung der Thermometer-Scale, die jedoch von Arago 1817 mit der ihm eigenen Sorgfaltberichtigt worden ist, oder wirklich einer Wärme-Erhöhungzugeschrieben werden müsse; ist noch unentschieden. Diemittlere Temperatur der Lust in Paris ist 10°,822. Bravaisglaubt, daß das Thermometer in den Laves cke I'Ollservatoireschon unter der der Grenze der invariablen Erdschicht stehe,wenn gleich Cassini noch Unterschiede von zwei Hunderttheileneines Grades zwischen der Winter- und Sommer-Temperaturfinden wollte^, aber freilich die wärmere Temperatur imWinter. Wenn man das Mittel vieler Beobachtungen derBodenwärme zwischen den Parallelen von Zürich (47° 22") undUpsala (59° 51") nimmt, so erhält man für 1° Temperatur-Zunahme die Tiefe von 67flz Fuß. Die Unterschiede derBreite steigen nur auf 12 bis 15 Fuß Tiefe, und zwar ohneregelmäßige Veränderung von Süden nach Norden, weil dergewiß vorhandene Einfluß der Breite sich in diesen, nochzu engen Grenzen der Verschiedenheit der Tiefen mit dem