Druckschrift 
4 (1858)
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

5

einander kreisend, sei es als sernc Nebel, leuchten, zu unseremPlanetensysteme ein Herabsteigen von dem Großen und Uni-versellen zu dem relativ Kleinen und Besonderen ist; so wirdder Schauplatz der Betrachtung noch um vieles verengt, wennman von der Gesammtheit des gcstaltenreichen Sonnengebieteszu einem einigen um die Sonne kreisenden Planeten, zu demErdsphäroid, übergeht. Die Entfernung des nächsten Fir-sternes, « Eonlguri, ist noch 263mal größer als der Durch-messer unseres Sonnengebietes, bis zum Aphel des Cometenvon 1680 gerechnet; und doch liegt dieses Aphel schon 853malweiter als unsere Erde von der Sonne (Kosmos Bd. III.S. 582). Diese Zahlen (die Parallare von « donk. zu0",9187 gerechnet) bestimmen annäherungsweise zugleich dieDistanz einer uns nahen Region des Firstern Himmelsvon der vermutheten äußersten Region des Sonnengebietes,wie die Entfernung dieser Grenze von dem Ort der Erde.

Die Uranologie, welche sich mit dem beschäftigt, wasden fernen Weltraum erfüllt, bewahrt ihren alten Ruhm,den anregendsten Eindruck des Erhabenen auf die Ein-bildungskrast hervorzubringen, durch die Unerfaßbarkeit derRaum- und Zahlenverhältnisse, die sie darbietet; durch dieerkannte Ordnung und Gesetzmäßigkeit in der Bewegung derWeltkörper; durch die Bewunderung, welche den errungenenResultaten der Beobachtung und einer geistigen Forschung ge-zollt wird. Dieses Gefühl der Regelmäßigkeit und Periodicitäthat sich so früh dem Menschen aufgedrängt, daß es sich oft inden Sprachformen reflectirt, welche auf den geordneten Lausder Gestirne hindeuten. Dazu sind die erkannten Gesetze, diein der himmlischen Sphäre walten, vielleicht am bewunderns-würdigsten durch ihre Einfachheit, da sie sich allein auf das