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Verhandlungen der am 18. Juli 1842 abgehaltenen 4. Generalversammlung der Aktionäre der k. k. priv. Wien-Raaber Eisenbahn-Gesellschaft
Entstehung
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Hierdurch wurde die Raaber-Bahn mit einer Parallelbahn bedroht., und die Möglichkeit ihres Gedeihens durch dieKoncurrenz eines zweiten gleichen Unternehmens in Beziehung auf Produkten-Verfrachtung und Personen-Transport, namentlichin der Strecke von Prcßburg nach Wien, völlig ausgeschlossen..

Unserem Unternehmen würde ein schlimmeres Loos bevorstehen, als den beiden Versailler-Bahnen, von denen ungeachtetder außerordentlichen Personen-Frequenz zwischen Paris und Versailles, jene am rechte» Ufer der Seine vierzig, hie linkseitigeaber sogar achtig Procent ihres Einlagskapitals verliert, indesi die Raaber-Bahn bei einer weit geringeren Frequenz auch noch mitdem wohlfeileren Kommunicatiousmittel der Dampf- und der gewöhnlichen Schissfahrt auf der Donau zu konkurriren hätte.

Unter diesen Umständen, und da mit den noch disponiblen Fonds der Gesellschaft die Bahnstrecke bis Raab ohnehinnicht auszuführen ist, haben wir Sr. k. k. Majestät allcrunterthänigst vorgestellt, daß die Fortsetzung des Baues dieserBahn nur dadurch möglich gemacht werden könnte, wenn die Staatsverwaltung das Unternehmen durch eine Garantie derZinsen sicher stellen . und dadurch die Gesellschaft in die Lage setzen würde, sich die nöthigen FondS zu verschassen.

Da aber Sr. k. k. Majestät diesem Gesuche keine Folge gegeben, sondern durch allerhöchste Entschließung vom 17. Juni1842 den Bau der schon am 29. Dezember 1837 vorläufig genehmigten Bahn von Wien nach Preßburg und Raab zwarauch in Ansehung des ungarischen Theilcs definitiv allergnädigst gestattet, jedoch vorläufig eine specielle Ausweisung abge-fordert haben: wie viel von den subscribirteu 12 A Millionen für den Bau der Bahn bis Gloggnitz verwendet wurde, wieviel davon noch erübrige, und woher die Mehrkosten des Baues nach Raab aufzubringen wären? so dürften wir uns unter dengegenwärtigen Umständen und so lauge sich diese nicht anders gestalten, bestimmt finden, einstweilen den empfindlichen Verlustwelcher aus der Nichtverzinsuug des auf die Bahn nach Raab bereits verwendeten Kapitals von circa einer Million entspringt,zu ertragen, als durch die Fortsetzung des Bahnzuges einem noch weit größeren Verluste entgegen zu gehen, welcher dieErträgnisse der Gloggnitzcr Bahn verschlingen und das ganze Unternehmen in eine bedaueruugswürdige Lage versetzen könnte.

In Folge dessen schlagen wir Ihnen vor, Sr. k. k. Majestät unter Vorlegung des Ausweises über die bisherigeVerwendung der Gesellschaftsgelder zugleich allcrunterthänigst zu erklären, daß zur Ausführung der Bahn nach Preßburg undRaab die noch erübrigenden Gesellschaftsgelder bei Weitem nicht hinreichen, und daß in so lange die Möglichkeit des Baueseiner Parallelbahn in der Richtung von Wien nach Pesth nicht ganz beseitiget ist, und angemessene Zinsen garantirt werden,.dieses Unternehmen ein so gefährliches bliebe, daß es nicht möglich wäre, die nöthigen Gelder dazu aufzubringen.

Zugleich wollen wir Sr. k. k. Majestät die allerunterthänigste Bitte unterbreiten, im Falle andere Unternehmer sichzu dem Baue einer Eisenbahn von Wien nach Preßburg und Pesth vereinigen sollten, dieser Gesellschaft eine angemessene Entschä-digung für diejenigen Kosten aufzutragen, welche wir bereits im Vertrauen auf die schon im Jahre 1837 erhaltene allerhöchsteBewilligung für die Preßburger und Raaber Bahn und zwar in der Voraussetzung, daß niemals eine Parallelbahu sindieser Richtung zugegeben werden dürfte, ausgelegt haben.

Bei den in dem Vorhergehenden dargestellten Verhältnisse» wird die Einzahlung der 9. und 10. Rate nicht nöthigwerden, daher wir uns mit ihrer geneigten Zustimmung vorbehalten, höheren Orts um die Genehmigung einzuschreiten,daß mit der 8. Rate die Einzahlung geschlossen, und bei der Entrichtung dieser Rate den Aktionären freigestellt werde, gegenZurücklassung eines Acticnscheincs von fünf, vier Aktien mit 10 Einzahlungsraten zurückzuerhalten, und sonach ein Stückmit 8 Einzahlungen in dem Besitze der Gesellschaft zu belassen.

Durch diesen Vorschlag hoffen wir die Norirung unserer Aktien im Cours-Blatte zu erzielen, Coupons-Bögenbeilegen zu können, und das Ausland zu vermögen, daß eS dem Unternehmen wieder seine Kapitalien zuwende.

Wenn Sie unsere Vorschläge gut heißen sollten, so ersuchen wir Sie, uns zur Abgabe der Erklärung an Se.k. k. Majestät und zur Einleitung der erforderlichen Vorkehrungen zu ermächtigen.

Die anwesenden Mitglieder der General-Versammlung genehmigten diese Vorschläge ohnealle Ausnahme, worauf der Herr Präses seinen Vortrag in folgender Art fortsetzte:Wir haben Sie noch von den Veruntreuungen in Kenntnis? zu setzen, welche sich der ehemalige LiquidatorW. Malanotti zu schulden kommen ließ, und unser Anwalt Dr. Joseph Neu mann Ihnen mitzutheilen angewiesen ist.

Hierauf wurde die Zusammenstellung in der Beklaget über dieWilhelm Malanvtti'schen Ver-untreuungen von dem Anwalte vorgetragen. Dann nahm der Herr Präses wieder das Wort:Mehrere Besitzer von Aktienscheinen haben die Einzahlung der ausgeschriebenen Raten in den festgesetzten Fristenversäumt, und zwar nach den vorliegende» Konsignationen: