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Verhandlungen der am 18. Juli 1842 abgehaltenen 4. Generalversammlung der Aktionäre der k. k. priv. Wien-Raaber Eisenbahn-Gesellschaft
Entstehung
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III. Ueber den Betrieb der Wien-Raaber-Eisenbahn

seit deren Eröffnung am 16. Mai 1841 bis letzten Juni 1842.

"Nachdem die Möglichkeit vorhanden war, die Bahn zwischen Neustadt, Baden und Mödling früher zu befahren, alsvon Wien, so wurde dieselbe zur Einleitung des Geschäftes, und zur Einübung deS sämmtlichen Betriebspersonales benützt;eZ ergab sich in dem Zeiträume vom 16. Mai bis IS. Juni v. I. eine Frequenz von 36685 Personen und eine Brutto-Einnahme von st. 12,585, welche zwar nicht zur Deckung der eigenen Auslagen hinreichte, dagegenden Vortheil herbeiführte, daß ohngeachtet des späteren Andranges zu den Fahrten von Seite des Publikums der Dienststets ohne Anstand verrichtet werden konnte.

Der eigentliche Bahnbetrieb hat, wie bekannt, erst am 26. Juni v. I. von Wien bis Neustadt begonnen, wurdeam 24. Oktober bis Neunkirchen, und am 5. Ma! d. I. bis Gloggnitz ausgedehnt, umfaßt also bis Ende Juni d. I.:s) für die 6 ^/s Meilen lange Wien-Neustadter Strecke den Zeitraum 1 Jahres und 11 Tage;

° d) für die I V« Meilen lange Neustadt-Neunkirchner Strecke 8 Monate und 8 Tage;

e) für die I ^ Meilen lange Neunkirchen-Gloggnitzer Strecke blos 1 Monat und 27 Tage. Während dieser Zeitwurden 1,276,866 Personen befördert, welche fl. 624,357 . 45 kr. bezahlten.

Rechnet' man die erwähnten Probefahrten vom 16. Mai bis IS. Juni v. I. hinzu, so ergibt sich eine,Gesammtfrequen z von 1,366,951 Personen und eine Einnahme an Fahrgeld von fl. 636,942 . 45 kr. oder pr. Person 29 kr.im Durchschnitte.

Im Ganzen wurden 7619 regelmäßige Personen-Trains eppedirt, und damit 38,949 Nutz-Meilen zurückgelegt;auf einen Train kommen also im Durchschnitte des Sommers und Winters 5 V« Meilen und 172 Personen.

Am 16. Mai d. I. hatte die stärkste Frequenz mit 19,613, am 12 Jänner d. I. die geringste mit 617 PersonenStatt gefunden. ,

Die Vcrtheilung auftdie einzelnen Stationen und Monate, so wie auf die verschiedenen Wagenklassen erscheintin der anliegenden detaillirten Uebcrsicht Beilage ^ nachgewiesen.

Es läßt sich hoffen, daß die Personen-Frequenz und Einnahme einen noch höheren Stand erreichen wird, indemdie Herstellung einer zweckmäßigen Verbindung mit mehreren, seitwärts der Bahn liegenden bedeutenden Ortschaften, besondersmit Grätz erst im Zuge ist, die sämmtl. mit den k. k. Eil- und Postwagen'auf der italienischen Haupt-Chaussee Reisenden,gemäß eines mit der hohen k. k. Hofpostverwaltung verabredeten Kontraktes erst zu erwarten sind, und die gegenwärtigeZahl der Eisenbahnpassagiere zwischen Gloggnitz und Wien bedeutend zu vermehren versprechen.

Ebenso hat sich der vorjährige mittlere Fahrpreis pr. Person, durch die Benützung der längeren Bahnstrecke unddie Erhöhung des Preises der III. Wagenklasse seit 1. Febr. d. I. nicht unbedeutend gesteigert.

Was den regelmäßigen F räch te n trq ns p ort betrifft, so wurde derselbe erst am 1. November v. I. zwischenNeunkirchen und Wien auf 8^ Meilen Länge eingeleitet, weil noch kürzere Bahnstrecken bei diesem Geschäfte keine Vortheilegewähren.