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? ist das sogenannte Mannloch znm Reinigen des Kessels, N nnd >1 sindzwei Sicherheitsventile, wovon das erstere »nter der Kontrolle desMaschinenführcrs steht, letzteres jedoch für denselben fortwährend ver-schlossen ist. Das Ventil K steht mit einem Hebel in Verbindung, dessenäußeres Ende durch eine am Kessel befestigte Federwage (sprinx öafitiKw)w niedergehalten wird nnd welche letztere zugleich dazu dient, die Größeder Dampfspannung im Kessel messen zu können. Auf der Decke desKessels nächst dem Standpunkte des Mafchinenführers befindet sichendlich noch die Dampfpfeife die der Maschinenführer zum Signal-geben benutzt. Dieselbe besteht aus zwei Hohlkugeln oder Glocken, dieüber einander angebracht sind, ohne sich jedoch zu berühren. Die unterehängt mit einer Röhre zusammen, welche mit dem Dampfraume desKessels kommunizirt und die durch einen Hahn verschlossen werden kann.Oeffnet man den Hahn, so steigt der Dampf in der letztgenannten Röhreaufwärts, geht durch zwei seitlich in ihr angebrachte Oeffnungen, welchein die untere Halbkugel Milden, aus welcher er jedoch uach der oberenKugclhälfte nur durch einen sehr engen ringförmigen Raum strömen kann,welchen ein oberhalb der Röhre angebrachter Teller zwischen seinemRande und der untern Kugel freiläßt. Wie auf solche Weise ein allesdurchdringendes Pfeifen erzeugt wird, ist leicht erklärbar.
Ein nächst der Fenerthüre S, befindlicher gläserner WasserstandzeigerI,, bedarf keiner besonderen Erwähnung, indem ein solcher bereits voll-ständig im Artikel „Dampfmaschine" beschrieben wurde.
Um starke Stöße beim Zusammentreffen mit andern Bahnwagcn zuvermeiden, sind am vorder» Ende des Dampfwagens nnd am hinterndes Tenders mit Pferdehaaren ausgefüllte Lederkissen 't'tz gewöhnlichBuffer genannt, angebracht und wovon die des Tenders noch ent-sprechend mit einer Springfeder in Verbindung gesetzt sind.
Am Tender befindet sich endlich noch eine Bremse, die aus mit denRändern konzentrischen Holzbacken gebildet ist nnd welche mit den anübrigen Wagen eines Zuges befindlichen Bremsen dazu dient, die Ge-schwindigkeit der Bewegung nach Umständen zu vermindern, oder wenndie Maschine zu arbeiten aufgehört hat, das Anhalten des Wagen-zuges zu beschleunigen. Eine ausführliche Beschreibung dieser Bremsenwird später bei den Transportwagen folgen.
Das Gewicht unserer beschriebenen Maschine beträgt im gefülltenZustande 12 Tonnen, das des leeren Tenders 3'/^ Tonnen, und wenndieselbe mit Wasser gefüllt und mit Coks beladen ist, 7 Tonnen. Injeder Stunde kann dieselbe.78 Cubikfuß Wasser verdampfen, wozueirca UVV bis 700 Pfd. Coks verbrannt werden müssen *). Auf derHorizontale zieht die Maschine 223 Tonnen mit einer Geschwindigkeitvon 14 engl. Meilen pr. Stunde. Ihr Preis beträgt I4N» Pfd. Sterl.
In ganz neuester Zeit hat man sich manigfach bemüht, die Dampf-wagelffiioch mehr zu verbessern und namentlich dahin zu gelangen, diegekurbelte Are zu entfernen, die beweglichen Maschincnthcile nicht alleunter dem Kessel zusammenzudrängen und eine noch größere Verdam-pfnngsfähigkeit durch Verlängerung des Kessels zu erreichen.
Von allen ist dies dem Mechaniker N orris in Philadelphia gelungen,dessen Konstruktionsspstem dem Hauptprinzipe nach die Oberhand ge-winnen zu wollen scheint.
Bei Norris Dampfwagcn liegen die Dampfzylindcr und derenSchiebcrgehäuse frei außerhalb zu" beiden Seiten des Kussels in einernach dem Hintertheile der Maschine zu etwas geneigten Lage. DieKolbenstangen laufen ebenfalls ganz frei zu den Seiten des Kessels undbewegen mittelst der Kurbelstange die an einer geraden, nicht verkröpften
5) Gewöhnlich rechnet man 0.8 Pfd. Koks, um eine Tonne Brutto Ladung1 engl. Meile weit auf der Horizontale zu transportiren.