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Geneigte Ebenen mit Locomotiven-Betrieb : ein durch die Erfahrung erprobtes Mittel zur Vermeidung stehender Dampfmaschinen und zur wohlfeileren Herstellung von Eisenbahnen in Gebirgsgegenden
Entstehung
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Fügt man dem hinauszuziehenden Wagenznge ebenfalls eine Locomotive hinzu, nnddiese wäre nnr im Stande, ihr eigenes Gewicht hinauf zn bringen, so ändert dieses inBezug ans Kraftaufwand in dem übrigen Systeme nichts; die Bewegung wird eben sowie vorher erfolgen, während die untere Locomotive durch ihre eigene Kraft mit hinauf geht.

Es ist aber das Gewicht des unteren Wagenzngcs jetzt nicht mehr dem des oberengleich, sondern übersteigt es um das Gewicht der unten hinzugekommenen Locomotive; manhat also ein neues System. Es wird nämlich nunmehr an dem einfachen, über eine Nollegeführten Seile ein Wagenzug hinaufgebracht, welcher schwerer ist als der hinabgehende.

Die Wirkung dieser Anordnung läßt sich auch so betrachten. Denkt man sich die beidenLoeomotiven von gleicher Große und Schwere in der geneigten Ebene an das Seil gespannt,so werden sie vermittelst der Nolle einander das Gleichgewicht halten. Dann ist die Kraftbeider Loeomotiven disponibel zur Hcrvorbringnng der Bewegung, ebenso als wenn beide anshorizontaler Bahn ständen. Ihr Gewicht ist gegenseitig ausgehoben und deshalb für diegeneigte Ebene als nicht «lehr vorhanden zn betrachten; sie wirken also in dieser Beziehungjetzt unter eben so vorteilhafter Bedingung, wie oben für die stehende Dampf-Maschine hervorgehoben ist. Man hat die volle Kraft zweier Loeomotiven, nm den Wagen-zug hinauf zu ziehen nnd das Seil zn bewegen, ohne daß ihre Wirksamkeit durch die Lastder Locomotive vermindert würde.

Der zn beschaffende Kraftbedarf ist aber außerdem geringer, als bei Anwendung vonstehenden Maschinen mit Seil ohne Ende. Denn:

1. es fallen die Spannrollen und die dadurch erzeugte Zapsenreibung fort; das Seil gehtnur über Eine Wendcrolle; aller Krastvcrlust, der durch die Steifigkeit des Seilesbeim Ucbergange über die Triebräder der stehenden Maschine und die Spannrollenentsteht, verschwindet.

2. Das Seil wird nnr halb so lang wie ein Seil ohne Ende; es ist also nur ein halbso großes Scilgcwicht nnd die halbe Anzahl kleiner Seilrollen zn bewegen. DieseErsparung an Kraft ist allein schon wichtig"); es ist aber auch nicht zu übersehen,daß nur ein halb so langes Seil anzuschaffen und zu unterhalten ist, anch nur diehalbe Länge durch die fortwährenden nachtheiligen Einflüsse der abwechselnden Nässeund Trockenheit in freier Lust zn leiden hat.

N Das Seil wird bei dem bloßen Uebcrgange über die große Wenderolle weit wenigerangegriffen, als ein durch die Triebräder der stehenden Maschine bewegtes; es kanndaher schwächer und leichter genommen werden, und wird dennoch eben so langehalten als jenes.

") auf einer größeren geneigten Ebene etwa 26 Pfcrdckrnft.