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2. Das Seil muß etwas mehr als doppelt so lang sein, wie die geneigte Ebene.Im Vergleiche mit einem Seile von der einfachen Länge der geneigten Ebene wird dasSeil ohne Ende nicht allein kostspieliger in der Anschaffnng, sondern auch in der Unterhal-tung, weil die doppelte Länge den «achtstelligen Einflüssen des Wetters und dem Verder-ben ausgesetzt ist. Auch ist ein doppelt so langes Seil zu bewegen, wodurch stärkereMaschinen nothwcndig werden.
3. Das Seil leidet dauernd durch den Umstand, daß das Triebrad der Maschine nurdurch Reibung ans das gespannte Seil wirkt.
4. In Fällen, wo die stehende Maschine schadhast wird, ist der Verkehr unterbrochen,wenn nicht eine vollständige zweite Einrichtung zur Reserve besteht. Es ist aber schon zuEiner solchen Einrichtung für großen Bahnbetrieb eine Maschiuenkrast von etwa 200 Pferdennöthig, die mit ihren Gebäuden, Kesselräumen und allem Zubehör so kostspielig wird, daßdie Anlage einer Reserve-Vorrichtung jedenfalls eine sehr erschwerende Bedingung dieserBetriebsart ist.
Die vorstehend unter 1 — ck angeführten Nachtheile finden selbst dann Statt, wenndie geneigten Ebenen die vortheilhasteste Lage, nämlich am Endpunkte der Bahn, haben. Liegensie aber inmitten der Bahn, so tritt bei der Anordnung von Seilen ohne Ende noch ein nichtunbedeutender Nachtheil hinzu.
Wenn ein Wagenzug an einem solchen Seile aufgezogen werden soll, so befindet sichdas in der Mitte zwischen den Bahnschieucn aus den Rollen liegende Seil unter den Wagen,und nur der vorderste Wagen wird durch ein Verbmdungsscil an dem Hanptscile befestigt.Wollte man in gleicher Weise eine Locomotive befestigen, so würde das Hanptseil sich auchunter der Locomotive befinden, eine und dieselbe Stelle desselben während der ganzenFahrt der Hitze des Fencrkastens ausgesetzt sein, und ungeachtet aller anzuwenden Schutz-Maaßregeln zerstört werden. Man kann also keine geheizten Locomotiven durch ein solchesSeil ohne Ende hinaus ziehen.
Nnn ist es nicht allein sehr störend für den Betrieb, sondern auch sehr kost-spielig, wenn man mit den Locomotiven nicht durch die ganze Bahn fahren kann. Manmuß dann ans den einzelnen Bahnstrecken besondere Locomotiven für den regelmäßigen Diensthalten, diese auch in der Zwischenzeit von einer Fahrt zur anderen heizen, und außerdemnoch ans jeder dieser Strecken eine geheizte Reserve-Locomotive für Nothsälle bereit haben.
*) wovon später die Rede sein wird.
Zur bloßen Bewegung des Seiles ohne Ende, mit der für die Wagcnzüge nöthigen Geschwindigkeit, werdenans größeren geneigten Ebenen etwa oi) Pferdekraft erfordert.