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Während es ans der einen Bahn in die Höhe geht, bewegt es sieh ans der anderen hinab,einen Kreislauf beschreibend, so lange die Dampfmaschine arbeitet.
Man erlangt ans diese Weise eine sehr regelmäßige Bewegung, und kann den Wagenzngan jeder beliebigen Stelle des Seiles, die sich eben unten befindet, befestigen, um ihnhinausziehen zu lassen.
Diese Anordnung gewährt da, wo die geneigte Ebene am Ende der Bahn liegt,mehrfache Vortheile. Die Locomotivcn bringen die ankommenden Wagenzüge nur bis anden Ansang der geneigten Ebene, und nehmen die abgehenden auch dort in Empfang. Siefinden also vor Beginn der geneigten Ebene den Endpunkt ihres Laufes, ihre Remisen,Werkstätten, nebst allem, was zu einer Locomotivcn-Station gehört, und die Last derLocomotivcn braucht niemals hinaus und hinab bewegt zu werden. Am anderen Ende dergeneigten Ebene befindet sich der Bahnhof für den Verkehr. Die Wagenzüge werdendurch die stehende Maschine hinausgezogen; hinab lausen sie von selbst, wobei die zugroße Geschwindigkeit durch Hemmvorrichtnugen an den Rädern der Wagen (Bremsen)gemäßigt wird").
Dagegen hat diese Anordnung auch ihre Nachthcile.
1. Die Seile verändern bei dem Wechsel von Nässe und Trockenheit ihre Länge insehr hohem Grade. Das Seil ohne Ende muß immer gespannt bleiben; dieses geschiehtdurch schwere Gewichte, die, durch Rollen mit ihm verbunden, in einem Brunnen ans- undniedergehen, je nachdem das Seil sich zusammenzieht oder ausdehnt. Diese Spannung ver-ursacht an den Zapfenlagern der großen Rollen starke Reibung; dadurch und durch denGang des ganzen Seiles über die Spannrollen wird Kraft verloren und das Seil abgenutzt.Außerdem hat die Spannvorrichtung viel zu leiden und veranlaßt oftmals Aufenthalt, indemdie Gewichtskcttcn brechen, oder das Seil sich so stark längt, daß es abgeschnitten, verkürztund wieder zusammengesetzt werden muß; denn der Brunnen für die Gewichte kann wegendes Grundwassers selten so tief gemacht werden, daß er für die bedeutende Ausdehnung solanger Seile, besonders wenn sie noch neu sind, ausreicht.
") Es muß hier besonders bemerkt werden, daß die geneigten Ebenen niemals so steil angelegt werden, daßman nicht mit der gehörigen Anzahl gut eingerichteter Bremsen die Bewegung eines jeden WagenzugcS beimHinabfahrcn mit voller Sicherheit rcgnlircn und nach Belieben ganz hemmen konnte.
Gute Knnststraßcn in bergigen Gegenden sind in der Regel weit steiler, als die steilsten geneigten Ebenenfür Personenverkehr; die Furcht vor Gefahr bei ctwanigcm Bruch des Seiles hat einzig ihren Grund in derübertriebenen Vorstellung von der Steilheit dieser Bahnen. Ist die Einrichtung der Wagen zweckentsprechend,und wird der Betrieb ordnungsmäßig geleitet, so ist die Gefahr ans diesen geneigten Ebenen, wo eine großeGeschwindigkeit nie stattfinden darf, geringer als bei schnellen Locomotivcnfahrtcn ans ebener Bahn.