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Sonntag 52.
weil wir in eigener Kraft zu schwach sind, Kraft undStärke geben kann, den abgesagten Feinden festen Wi-derstand leisten zn können, um im geistlichen Streite denSieg davon zu tragen.
Die Mittel, um diesen heftigen Versuchungen zumBösen zu widerstehen, sind: anhaltendes Gebet und stätesWachen über alle Regungen des Innern, fleißiger Ge-brauch des göttlichen Wortes, Ilmgang mit Frommenund Fliehen des Umganges mit bösen und vcrfübrerischenMenschen, Sclbstvcrläugnnng und Tödtung des Fleisches.
1 Pctei 5, 8. Seid nüchtern und wachet; denn euer Wi-dersacher, der Teufel, gehet umher wie ein brüllender Löwe,und suchet, welchen er verschlinge.
1 Cor. 10, 13. ES hat ench noch keine denn menschliche Ver-suchung betreten; aber Gott ist getreu, der euch nicht lasset ver-suchen über euer Vermögen, sonder» machet, daß die Versuchungso ein Ende gewinne, daß ihr'S könnet tragen.
Epheser K, 13. Um deß willen, so ergreifet den HarnischGottes, auf daß ihr an dem bösen Tage Widerstand thun, undAlles wohl ausrichten, und das Feld behalten möget. v. 10—II.I I—17. 2 Cor. 12, 7—9. Röm. 7, 18—20. I Cor. 15, 33.Matth. 18, 7.
Wir wollen also nicht mit dieser Bitte gebeten haben,Gott möchte alle Prüfungen von uns abwenden, sonderner möge uns nicht also von schwerer Versuchung umstelletsein lassen, daß wir unterliegen müssen, daß wir vielmehrin allen Versuchungen überwinden und den Sieg davontragen mögen.
2 Petri 2, 9. Der Herr weiß die Gottseligen aus der Ver-suchung zu erlösen.
2 Thess. 3, 3. Der Herr ist treu, der wird euch stärkenund bewahren vor dem Argen.
Wir geloben mit dieser Bitte, in göttlicher Kraftallen Versuchungen zum Bösen widerstreben, und auch An-dern solche Versuchungen nicht stellen zu wollen.
Matth. 13, 7. Wehe der Welt, der Aergeruiß halben! ESmuß ja Aergeruiß kommen; doch wehe dem Menschen, durchwei-chen Acrgerniß kommt.
In der letzten Bitte, „Erlöse uns vom Bösen",bitten wir als in einer Summa, daß uns der Herr vonallem Ucbcl des Leibes und der Seele erlösen wolle,