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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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183
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Frage !! 3, III, 115. 183

Die ersten Regungen zum Besen haben wir darum ^sorgfä! ig zn bewarben, weil daraus die Sunde geborenwird.

Geboten ist im zehnten Gebot:

1. das wir aller Sunde von Herzen Feind sein sollen;

Psalm 119, >28. Darum halte ich stracks alle deine Befehle,ich hasse allen falsche» Weg.

2. daß wir Lust zu aller Gerechtigkeit haben solle»;

I Thess. 5, 2321. Er aber, der Gott des Friedens, hei-lige cnch durch und durch, und euer Geist ganz, fammt Seeleund Leib, müsse behalten werden unsträflich auf die Zukunft un-fers Herr» Zesu Christi. Gelreu ist er, der euch rufet, welcherwird es auch thun.

Philippcr ll, 8-9. Was wahrhaftig ist, was ehrbar, wasgerecht, was keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eineTugend, ist etwa ein Lob, dem denket nach.

Eine gesetzliche Vollkommenheit, die ausFrlll4.dem vollkommenen Halten der Gebote Gottes entsteht,können die Allerhciligsten hier nicht erlangen. Die hierschon zu erlangende Vollkommenheit, von der die Schriftredet, ist die evangelische, die wir durch die gläubigeErgreifung deö Verdienstes Jesu Christi erlangen, nndmit welcher eine ernste und aufrichtige, wenn auch nichtgesetzlich vollkommene Lcbensgerechtigkcit, d. h. Nachsagennach der Heiligung, unzertrennlich verbunden ist.

Philipper 3, 9. Ich habe nicht meine Gerechtigkeit, die ausdem Gesetze, sondern die durch den Glauben an Christum kommt,nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerech-net wird, l Zoh. I, 8. Jesaia ist, V.

Auch die Frommen sündigen noch, aber dennoch istein großer Unterschied zwischen den Sunden der Bekehr-ten und der Unbekehrten, denn:

1. die Unbekehrten sündigen meistens wissentlich und

vorsätzlich, die Bekehrten ans Schwachheit. 1 Joh.

5, 18.

2. Die Unbekehrten freuen sich oft ihrer Sunden, die

Bekehrten trauern immer darüber. Spr. 2, ! 4.

3. Die Bekehrten stehen von ihrem Falle ans, die Un-