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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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Sonntag 42.

Fr.109. Geboten ist dagegen, daß wir aller Nnkenschheit vonHerzen Feind sein, Leib nnd Seele sauber und beilig be-wahren, keusch und züchtig leben sollen, es sei im heiligenEhestand oder außerhalb dcsselbigen.

I Thess. 4, 3ö. Das ist der Wille Gottes, eure Heili-gung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein Jeglicher uuter euchwisse seinen Leib zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht inder Lustseuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen.

Die Mittel, um der Uukcuschheit zu widerstehen undkeusch und züchtig zu leben, sind:

1. fleißiger Gebrauch des göttlichen Wortes und des

Gebetes; Psalm 51, 13.

2. anhaltende Arbeitsamkeit; 2 Tbess. 3, 1112.

3. Mäßigkeit im Essen und Trinken; Luc. 21, 3136.

1 Petri 1, 33.

4. Sittsamkcit in Kleidung und Gcbcrdcn; 1 Petri 3, 3.

Jesaia 61, 10.

3. das Vermeiden aller Oerter, wo die Sinnlichkeit

zum Bösen aufgeregt wird; Spr. 23, 17 21

und 2933.

6. das Fleisch kreuzigen, sammt Lüsten und Begierden;

Galater 5, 24.

7. ein stetes Andenken an Gottes Allgegcnwart, Allwis-

senheit und Allmacht. 1 Mos. 39, 9.

Sonntag

Frage IIa. Was verbietet Gott im achten Gebot?

Autwort. Er verbietet nicht allein den Diebstahlund Räuberei, welche die Obrigkeit straft, sondern Gottnennet auch Diebstahl alle böse Stücke und Anschläge,damit wir uusers Nächsten Gut gedenken an uns zu brin-gen, es sei mit Gewalt oder Schein des Rechtens, alöunrechtem Gewicht, Ellen, Maß, Waare, Münze, Wu-cher, oder durch einiges Mittel, das von Gott verbo-ten ist; dazu auch allen Geiz, und unnütze Verschwendungseiner Gaben.