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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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155
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Frage 101, 102, 103. 155

hcmdcllt ebenfalls meineidig, welche ihr Amt und Beruf nichttreulich verwalten, welche eidliche Zusagen, Gelübde undVersprechungen nicht halten, sowie die Namcnchristen,welche die Gelübde der Taufe, des Abendmahls und derConfirmation stets brechen.

Prediger 5, 3 4. Wenn du Gott ein Gelübde thust, soverziehe es nicht zu holten, denn er hat keinen Gefallen an denNarren. Was du gelobest, das halte. Es ist besser, du gelobestnichts, denn daß du nicht hältst, was du gelobest.

Nur das Böse, welches wir zugesagt haben, dürfenwir nicht halten. Dann ist die Zusage schon Sünde, dasHalten aber doppelte Sünde.

Dann wirds gut stehen in der Christenheit, wenn »Ja Ja, Nein Nein, und der Eid nicht mehr noth-wendig sein wird.

Sonntag XXXVIll.

Frage 103. Was will Gott im vierten Gebot?

Antwort. Gott will erstlich, daß das Predigt-amt und Schulen erhalten werden, und ich, sonderlich amFeiertage, zur Gemeine Gottes fleißig komme, das WortGottes zu lernen, die heiligen Sacramcnte zu gebrauchen,den Herrn öffentlich anzurufen, und das Christliche Al-mosen zu geben. Zum andern, daß ich alle Tage meinesLebens von meinen bösen Werken feiere, den Herrn durchseinen Geist in mir wirken lasse, und also den ewigenSabbath in diesem Leben anfange.

Das vierte Gebot ordnet die Werk- und Rnhe- »Tage.

Sechs Tage sollen wir arbeiten. Die h. SchriftFr.103.wehret ans alle Weise dem Müßiggang, weil der allerLaster Anfang ist.