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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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146
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Z4K Sonntag SS.

Die 96ste Frage gibt uns eine allgemeine Erklärungdes zweiten Gebotes, die 9?stc und 98stc widerlegen haupt-sächlich einzelne Beschönigungen für den Bilderdienst.

Fr. LS. Das zweite Gebot darf keineswegs mit dem erstenverwechselt oder zusammengezogen werden, da sie wesent-lich verschieden sind. Das erste verbietet die Abgötterei,das zweite sagt uns näher, wie Gott soll angebetetwerden.

Verboten hat Gott im zweiten Gebote die VerehrungGottes durch Bilder. Verboten hat er, daß wir keinBild von ihm machen, geschweige denn dasselbe anbeten,oder ihm unter Verehrung des Bildes dienen sollen. Auchden Bilderdienst kann man in einen groben und feineneintheileu. Grober Bilderdienst ist es, wenn man sichvon Gott wirklich ein Bild macht, oder wenn man Crea-turen abbildet, um in oder unter dem Bilde Gott an-zubeten.

Fr. 97. Der grobe Bilderdienst ist scharf von Gott verboten.

* 5. Es ist unmöglich, Gott abzubilden.

Zoh. l, !3. Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborneSohn, der in des Vaters Schooß ist, der hat es uns verkündet.

2. Es ist unanständig, den Schöpfer unter dem Bilde

eines Geschöpfes darzustellen.

Zesaias4v, 18. Wem wollt ihr denn Gott nachbilden? Oderwas für ein Gleichniß wollt ihr ihm zurichten? v. 18Ii.

3. Der Bilderdienst ist schädlich und führt zu verderb-

lichen Jrrthümcrn und Vorurtheilen.

Habakuk 2, 18 20. Was wird dann helfen das Bild, dassein Meister gebildet hat, und das falsche gegossene Bild, daraufsich verläßt sein Meister, daß er stumme Götzen machte? Wehedem, der zum Holz spricht: Wache auf! und zum stummen Stein:Stehe auf! Wie sollte es lehren? Siehe, es ist mit Goldund Silber überzogen, und ist kein Odem in ihm. Aber derHerr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille alle Welt.

Fr. 93. Auch zum Unterrichte für die Unwissenden können dieBilder nicht gestattet werden, denn:

1. Gott will, daß seine Christenheit durch sein heiliges

Wort soll unterrichtet werden.