Frage 92, 93, 94, YS.
54S
Demuth, des Vertrauens, der Geduld und der Hoffnungin uns erwecken und befördern.
Die Demuth gegen Gott ist das lebendige Ge-fühl der Majestät Gottes und unseres Elendes, so daßwir u»S aller Gaben unwürdig erkennen. Ans dein Ge-fühl der Majestät und Herrlichkeit Gottes entspringt da4Vertrauen ans die Wahrhaftigkeit seiner Verheißungen,aus dem Gefühl unseres Elendes die Geduld in Leidenund Trübsal, da Gott nicht nach unseren Misscthatenuns vergilt. Die Hoffnung weiset uns auf das Endealler Leiden, nämlich die Seligkeit. 1 Petrik, S—k.I Cor. 4, 7 Jacobi 1, 2 — 4.
Psalm 130, 7 — 8. Israel hoffe auf den Herrn; denn heidem Herrn ist die Gnade, und viel Erlösung hei ihm. Und erwird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.
Sonntag
Frage 96. Was will Gott im andern Gebot?
Antwort. Daß wir Gott tu keinem Wege verbil-den, noch auf irgend eine andere Weise, denn er in sei-nem Worte befohlen hat, verehren sollen.
Frage 9?. Soll man denn gar kein Bildniß machen?
Antwort. Gott kann und soll keineswegs abgebil-det werden; die Crcatnrcn aber, ob sie schon mögen ab-gebildet werden: so verbeut doch Gott derselben Äildnißzu machen und zu haben, daß mau sie verehre, oder ihmdamit diene.
Frage 08. Mögen aber nicht die Bilder, als der LaienBücher, in den Kirchen geduldet werden?
Antwort. Nein, denn wir sollen nicht weiser seindenn Gott, welcher seine Christenheit nicht durch stummeGötzen, sondern durch die lebendige Predigt seines Wor-tes will unterwiesen haben.
W