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Sonntag 34.
liche Furcht. Die knechtische Furcht vor Gott ist einbloßes Erzittern vor der Strafgercchtigkeit Gottes, wel-ches der Sünder empfindet, wenn sein Gewissen ihmdie Größe seiner Sünden vorhält; die kindliche Furchtbestehet in einem heiligen, ehrfurchtsvollen Wandel vordem Herrn bei übrigens froher Zuversicht zu ihm, alsdem in Christo versöhnten Vater; und bei dieser Furchtscheuet man die Sünde nicht blvs um der Strafe willen,sondern weil sie Gott beleidiget. Die Eigenschaften derkindlichen Furcht sind: Demuth, Gehorsam, Zuversichtund Liebe.
Ieremia 10, L — 7. Aber dir Herr ist Niemand gleich. Dubist groß, und dein Name ist groß, und kannst es mit der Thaibeweisen. Wer sollte dich nicht fürchten, du König der Heiden?Dir sollte man gehorchen.
1 Ioh. 4, !8. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern dievöllige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein.Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Nöm. 8,15.
L. daß wir Gott recht ehren.
Ehren müssen wir Gott im Herzen, mit Worten undWerken. Gott hat seinen Verehrern die gewisse Ver-heißung gegeben: Wer ihn ehret, den will er wieder eh-ren, wer ihn aber verachtet, den will er wieder ver-achten. 1 Sam. 2, 3V.
Psalm 29, 1 — 2. Bringet her dem Herrn, ihr Gewaltigen,bringet her dem Herrn Ehre und Stärke. Bringet dem HerrnEhre seines Namens, betet an den Herrn in heiligem Schmuck.Psalm 22, 24.
So sehr sollen wir Gott vertrauen, ihn lieben, fürch-ten und ehren, daß wir lieber Allem entsagen, als Etwaswider Gottes Willen thun. Eben so ungerecht, un-vernünftig und verderblich der Abfall von Gottim groben und feinen Götzendienste ist, eben so beloh-nend und beseligend ist der lebendige Gottesdienst.
Psalm 73, 25— 26. Wenn ich nur dich habe, so frage ichnichts nach Himmel und Erde. Wenn mir gleich Leib und Seeleverschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines HerzensTrost und mein Theil.
Das erste Gebot soll vornehmlich die Tugenden der