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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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97
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Sonntag 23.

kommen? Gcnugthuung, Gerechtigkeit und Heilig-keit Christi schenket und zurechnet.

Römer 3, 232t. Es ist hier kein Unterschied; sie sindallzumal Sünder, uüd mangeln des Ruhmes, den sie a» Gott ha-ben sollten; und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnadedurch die Erlösung, so durch Christum Issum geschehen ist;welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl, durch denGlauben in seinem Blut, damit er die Gerechtigkeit, die vor ihmgilt, darbiete, in dem, daß er Sünde vergibt, welche bis anhcrogeblieben war unter göttlicher Geduld, auf daß er zu diesen Zei-len darböte die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt; auf daß er alleingerecht sei und gerecht mache den, der da ist des Glaubens an Jesu.

Der Grund und die Ursache unserer Rechtfertigungist also nur die freie Gnade Gottes und die Ge-nügt h n u n g C h r i st i.

Ephos. 2, 5. Aus Gnaden seid ihr selig geworden. Ga-later s, t. 2 Cor. 5, 2i.

Die Rechtfertigung aber ist so vollkommen, daß nichtallein der Sünden des Gerechtfertigten nicht mehr sollgedacht und die Strafe dafür erlassen werden, sonderndaß Gott ihm den geleisteten Gehorsam Christi schenketund zurechnet, als hätte er denselbigen in eigener Personvollbracht.

Rom. S, 18, Wie durch eines Menschen Ungehorsam vieleSünder geworden sind: also auch durch Eines Gehorsam wer-de» viele Gerechte.

Wir können zn unserer Rechtfertigung gar nichts Ver-^- g,dienstliches beitragen. Nicht einmal die Würdigkeit un-seres Glanbens ist der Rechtfertigungsgrnnd, sondern durchden Glauben, der selbst ein Werk Gottes in unserin Herzenist, nehmen wir die geschehene Rechtfertigung an, undwerden dersclbigcn gewiß.

Philipper 3, 9. Ich habe nicht meine Gerechtigkeit, die ausdem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt,nämlich die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerech-net wird.

Die Gewißheit der Rechtfertigung wächst mit derGlaubenskraft, und die Heiligung folgt der Rechtfertigung.

Röm. 6, 22. Nun ihr aber von der Sünde frei, und Got-tes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig wer-det, das Ende aber das ewige Leben.