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dem Mißverständnisse vor, daß die Würdigkeit unsersGlaubens der Grund unserer Rechtfertigung sei.
Fr.SS Die Rechtfertigung ist diejenige gnädige Hand-lung Gottes, wodurch er den bußfertigen und gläubigenSünder um des Verdienstes Christi willen I. von allenseinen Sünden und den Strafen dersclbigen frei spricht,und 2. in das verlorene Recht zum ewigen Leben wie-der einsetzet. Sowie Adam die Sünde und den Todin die Welt eingeführt hat, so hat Christus erworben dieGerechtigkeit und das ewige Leben.
Apostelg. 2V, 18. Die Heiden, welche sich bekehren von derFinsterniß zu dem Licht, und von der Gewalt des Satans zuGott, empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe sammtdenen, die geheiliget werden, durch den Glauben an mich.
Römer I, I?—18. Ich schäme mich des Evangeliums vonChristo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig machtAlle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch dieGriechen. Sintemal darinnen geoffenbaret wird die Gerechtig-keit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben;wie denn geschrieben steht: Der Gerechte wird seines Glaubensleben. Römer 5, i? — 21.
Gott allein kann rechtfertigen.
Zacobi 4, 12. Er ist ein einiger Gesetzgeber, der kann se-lig machen und verdammen.
Fr. Sl). Der gerechtfertigt wird, muß sein:
1. ein Bußfertiger,
» dem sein Gewissen saget, daß er wider alle Ge-bote Gottes schwer gesündigt, und derselben keinesnie gehalten habe, auch darüber von ganzem Her-zen bekümmert, voll Scham und Beugung ist,und alle Sünden von Herzen hasset und fliehet;
Luc. 18, 13 — 14. Und der Zöllner stand von ferne, wollteauch seine Augen nicht ausheben gen Himmel, sondern schlug anseine Brust und sprach: Gott sei mir Sünder gnädig. Dieserging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor jenem, (dem selbst-gerechten Pharisäer).
2. ein Gläubiger,
der es im Glauben erfasset, daß Gott ohn allsein Verdienst, aus lauter Gnade, ihm die voll-