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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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91
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Frage 57, 58. Ll

Dieser Sonntag handelt von den zwei Gütern der *triumplnrcndcn Kirche, welche sind Auferstehung dcöFleisches (Fr. 37) und ewiges Leben (Fr. 58).

Tic Auferstehung des Leibes setzet den Tod d. h.die Trennung des Leibes von der Seele voraus.^

Die Seele ist unsterblich.

Dafür bürgen:

1. Die Eigenschaften Gottes, nnd vornehmlich: «

n) die Gerechtigkeit; die Vergeltung ist hiernicht vollkommen, deswegen muß ein anderes Le-ben dieselbe vollkommen machen.

si) Gottes Weisheit; es sterben so Viele alsKinder, die unmöglich hier schon ihren Endzweckkönnen erreicht haben.

c) seine Güte; welche den in uns gelegten Triebnach Unsterblichkeit nicht unbefriedigt lassen wird.

2. Die Bibel lehrt in klaren Worten die Unstcrblichkeit*

dcr Seele.

1 Cor. IS. IS. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Chri-stum, so sind wir die Elendesten unter allen Menschen)

3. Die Seele kann ihrer Natur nach nicht sterben, *

während der Leib ohne Seele eine todtc Masse ist.Körper und Seele sind etwas ganz Verschiedenes.Dieses erhellet:

o) ans dem Zustand des Traumes;

b) der Körper nimmt oft ab, während die Seelean Kräften zunimmt;

c) die Seele kann sich Vorstellungen bilden, wäh-rend der Körper ganz nnthätig ist;

st) die Bibel lchrts.

Matth. IN. ^8. Furchtet euch nicht vor denen, die den Leibtödten nnd die Seele nicht mögen tödten. Furchtet euch abervielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in dieHölle.

Körper und Seele stehen in diesem Leben in der *