Frage 46, 47, 48, 49. 73
uns zu gut daselbst ist, bis daß er wiederkommt zu rich-ten die Lebendigen und die Tobten.
Frage 47. Ist denn Christus nicht bei uns bis ans Ende derWelt, wie er uns verheißen hat?
Antwort. Christus ist wahrer Mensch und wahrerGott; nach seiner menschlichen Natur ist er jctznnd nichtauf Erden, aber nach seiner Gottheit, Majestät und Geistweichet er nimmer von uns.
Frage 48. Werden aber mit der Weise die zwo Naturen inChristo nicht von einander getrennet, so die Menschheitnicht überall ist, da die Gottheit ist?
Antwort. Mit nichten, denn weil die Gottheitunbegreiflich und allenthalben gegenwärtig ist, so mnß fol-gen, daß sie wohl außerhalb ihrer angenommenen Mensch-heit, und dennoch nichts desto weniger auch in derselbenist, und persönlich mit ihr vereiniget bleibet.
Frage 49. Was nützet uns die „Himmelfahrt" Christi?
Antwort. Erstlich, daß er im Himmel, vor demAngesichte seines Vaters, unser Fürsprecher ist. Zum an-dern, daß wir unser Fleisch im Himmel zu einem sichernPfand haben, daß er als das Haupt uns, seine Glieder,auch zu sich werde hinauf nehmen. Zum dritten, daß eruns seinen Geist zum Gegenpfand herabsendet, durch wel-ches Kraft wir suchen was droben ist, da Christus ist,sitzend zur Rechten Gottes, und nicht das, was auf Er-den ist.
Der Z8te Sonntag handelt von dem zweiten Artikel »der Erhöhung: »Ausgefahren gen Himmel."
Von der 46 — 43sten Frage wird der rechte Sinn -l-der Himmelfahrt gelchret; die 49ste Frage zeiget denNutzen derselbigen.
Christus blieb nach seiner Auferstehung noch vierzig Fr.Tage auf Erden. Er benutzte diese Zeit, um seine Jün-ger vom Reiche Gottes zu unterrichten, Apostclg. 1, 3.Darauf fuhr er vom Oclbergc aus majestätisch vor den