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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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74 Sonntag 18.

Augen seiner Jünger in einer Wolke gen Himmel, nach-dem er dicselbigen zuletzt noch gesegnet hatte.

Luc. 2i, 50 5t. Cr führete sie hinaus bis gen Bethanienund heb die Hände auf und segnete sie. Und eS geschah, da ersie segnete, schied er von ihnen, und fuhr auf gen Himmel.

» Die Ausgicßung des heiligen Geistes und die Christ-liche Kirche sind, neben dem ausdrücklichen Zeugnisse derApostel, die besten Beweise für die Himmelfahrt Christi.Die Himmelfahrt Christi war auch gcwcissaget.

Psalm 68, 19. Du bist in die Höhe gefahren, und hast dasGefängniß gesegnet, du hast Gaben empfangen für die Men-schen, auch für die Abtrünnigen.

Ivh. >6, 28. Ich bin vom Bater ausgegangen und kommenin die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.

Uns zu gut ist Christus seiner menschlichen Naturnach im Himmel, bis er wieder kommt, zu richten dieLebendigen und die Todtcn.

Apostelg. 1,9II. Und da er solches.'gesagt, ward eraufgehoben Zusehens, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihrenAugen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahrend,siehe, da standen bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern,welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr undsehet gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenom-men gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt genHimmel fahren.

.47. Die Verheißung Christi Matth. 28, 20.Und siehe,ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende" kann sich na-türlich nur auf seine Gottheit, Majestät, Geist und Gnadebeziehen, so wie umgekehrt die Erhöhung durch die Him-melfahrt sich im eigentlichen Sinne nur auf die mensch-liche Natur Christi beziehet, da seine Gottheit durch dieMenschwerdung nicht verringert ist.

Der Catechismus widerlegt in der 38sten Frage dieEinwendung, daß durch die Lehre, Christus sei seinermenschlichen Natur nach jctzund im Himmel und nichtauf Erdeu, die zwo Naturen in Christo von einander ge-trennt würden dadurch, daß die Gottheit Christi vermögeibrcr Allgegcnwart sowohl außerhalb ihrer angenommenenMenschheit, und nichts desto weniger in dcrselbigcn undpersönlich mit ihr vereinigt sein könne. Wäre Christus