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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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Sonntag 4.

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bleibet in allem dem, das geschrieben steht in dem Buchedes Gesetzes, das' cr's thuc."

Frage II. Ist den» Gott nicht auch barmhevzig?

Antwort. Gott ist wohl barmherzig, er ist aberauch gerecht: dcrhalben fordert seine Gerechtigkeit, daß dieSünde, welche wider die allerhöchste Majestät Gottesbegangen ist, auch mit der höchsten, das ist, der ewigenStrafe an Leib und Seele gestraft werde.

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Die 9tc Frage weiset Gottes Recht nach bei fort- »währender Forderung des Gesetzes.

Die I0tc Frage zeiget die Strafen der Sünden.

Die Ute lehret: Gottes Barmherzigkeit kann seineGerechtigkeit nicht aufheben.

Gott fordert fortwährend die Erfüllung des Gesetzes Fr. 9.vom Menschen, und hat ein vollkommenes Recht, dieselbezu fordern:

t. weil er den Menschen ursprünglich so erschaffenhatte, daß er es halten konnte. Fr. 6.

2. der Mensch hat sich und seine Nachkommen, auöAnstiftung des Teufels, durch in uth Willi gen Un-gehorsam dieser Gaben beraubet. Nöiii. 5,Joh. 8, 44.

3. der Herr will in der Wiedergeburt dem Menschen,welcher sein geistliches Elend mit Beugung erkenntund Gottes Gnade ernstlich sucht, die Kraft wie-dergeben, das Gesetz immer mehr zu halten.

Prediger 7, NO. Allein schaue, das habe ich gefunden, daßGott de» Menfchen hat aufrichtig gemacht; aber sie suchen vieleKünste.

Zesaias 33, 24. Und kein Einwohner wird sag^n: Ich binschwach; denn das Volk, so darinnen wohnet, wird Vergebungder Sunden haben.

Gott will die Sünden des Menschelt strafen mit Fr. 1».zeitlichen und ewigen Strafen.

S Mose, 27, 2k. Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses