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Christlicher Religionsunterricht nach Anleitung des Heidelbergischen Catechismus
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Sonntag 3. 19

Rom. 13, 10. So ist min die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

Legen wir das göttliche Gesetz an unser Denken,Reden nnd Handeln, so müssen wir die traurige Erfah-rung machen, daß weder Denken noch Reden noch Han-deln mit dem Gesetze übereinstimmen, sondern daß wirvon Natnr geneigt sind, Gott und unfern Nächstenzu hassen: und dieser natürliche Znstand mit seinentraurigen Folgen macht das Elend des Menschen aus.

Rom. 8. 7. Fleischlich gestnnet sein, ist eine Feindschaftwider Gott! sintemal es dem Gesetze Gottes nicht unterthan ist,denn es vermag es auch nicht. Ps. 11, 2 3.

Sonntag III.

Frage 6. Hat denn Gott den Menschen also ssöse undverkehrt erschaffen?

Antwort. Nein, sondern Gott hat den Menschengut nnd nach seinem Ebenbilde erschaffen, das ist, inwahrhaftiger Gerechtigkeit nnd Heiligkeit, auf daß er Gott,seinen Schöpfer recht erkennctc, und von Herzen liebte,und in ewiger Seligkeit mit ihm lebte, ihn zu loben undztt preisen.

Frage 7. Woher kommt denn solche verderbte Art deSMenschen?

Antwort. Aus dem Fall und Ungehorsam unsererersten Eltern Adam und Eva im Paradiese; da unsereNatnr also ist vergiftet worden, daß wir alle in Sündenempfangen und geboren werden.

Frage 8. Sind wir aber dermaßen verderbet, daß wir ganz undgar untüchtig sind zu einigem Guten, und geneigt zu allem Bösen?

Antwort. Ja, es sep denn, daß wir durch denGeist Gottes wiedergeboren werden.

Der dritte Sonntag weifet in der litsu Und 7tcNFrage den Ursprung, in der steu die Größe des Verder-