Sonntag 2. 17
Zur wahren Liebe gegen Gott gehört aber: *
1. ein herrschendes Gefühl des steten Wohlgefal-lens an Gott, weil er das höchste Gut und unser größterWvhlthätcr ist.
Ps. 70, lZ. Freuen und fröhlich sein müssen an dir, die nachdir fragen, und die dein Heil liebe», immer sagen: hochgelvbetsei Gott.
2. ein inniges Verlangen, uns Gott wohlgefällig »zu machen durch willige und freudige Ausrichtung seinerGebote.
Pf. 73, 2s. Äber das ist meine Freude, daß ich mich zuGott halte, und meine Zuversicht setze auf den Herrn Herrn, daßich verkündige alles dein Thun.
I Zoh. ü, z. DaS ist die Liebe zu Gott, daß wir seineGebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.
Diese Liebs muß eine Liebe von ganzem Herzen, vonganzer Seele, von ganzem Gemuthe und aus allen Kräf-ten sein, d. h., wir müssen Gott zuerst, aufrichtig, nachallen Kräften Leibes Und der Seele, über Alles und im-merdar lieben.
I Timoth. t, s. Die Hauptsumma des Gebotes ist: Liebevon reinem Herzen, uud von gutem Gewissen, sind von unge-färbtem Glauben.
Pf. 84, 3. E. Mein Leib und Seele freuen sich in dem le-bendigen Gott.
l Zoh. 4, 19. Lasset uns ihn lieben, denn er hat unS zu-erst geliebt.
Das Gebot der Gottesliebe nennt unser Herr das sgrößte Und vornehmste Gebot, weil die Liebe zu Gottdie Liebe zu uns selbst und zü uuscrü Mitmenschen her-vorbringet und heiliget.
Das andere Gebot ist aber dcnt gleich, sagt Chri-stus: Dü sollst deinen Nächsten lieben als dichselbst. Die rechte Selbstliebe ist Nicht blos erlaubt,sondern sogar geboten.
Das aber ist wahre Selbstliebe, wenn wir unser *wahres, nicht blss zeitliches, sondern ewiges Wohl su-chen, nicht höher voll Nils halten, als sichs gebühret zuhalten, und durch Demuth Einer den Andern höher ach-
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