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Fraagc 3, 4, 5.
3. Das Elend des Menschen bestehet darin, daß er nachdem Sündcufall entblößt ist von Heiligkeit und Gerech-tigkeit, dagegen unterworfen der Sunde und deren Strafe,d. i. dem Tode, und dadurch getrennt ist von Gott demhöchsten Gute.
Nöm. S, 12. Wie durch einen Menschen die Sünde ist ge-kommen in die Welt, und der Tod durch die Sünde, also istder Tod zu allen Menschen durchgedrungen, dieweil sie alle ge-sündiget haben.
Zesaias 5S, L. Eure Untugenden scheiden euch und cuernGott von einander; und eure Sünden verbergen das Augesichtvon euch, daß ihr nicht gehöret werdet.
Die Erkenntuiß dieses Sündcnclcndes kommt auö demGesetze Gottes.
Rom. 3, 20. Durchs Gesetz kommt Erkenntuiß der Sünde.
Das Gesetz Gottes ist die von Gott den Menschengegebene Richtschnur, daß sie nach derselben ihrDenken, Reden und Handeln einrichten sollen. Esenthält eine Verheißung für die, welche sein Gesetz hal-ten, eine Drohung für die Uebertreter desselben.
Eintheilcn kann man das Gesetz Gottes in ein gc,schricbcncs und ungeschriebenes. Jenes ist ent-halten in der Bibel, dieses im Gewissen.
Das Gesetz Gottes ziehet sich durch die ganze heil.Schrift, da Gott überall Forderungen gestellt hat, undbeschränkt sich nicht auf das alte Testament, noch vielweniger auf die zehn Gebote. Das Cärimonial- undbürgerliche-Gesetz des alten Testaments haben für unskeine bindende Gültigkeit mehr, weil das erste in Christoseine Erfüllung gefunden hat, das letzte auf Israel berech-net war.
Ist das Gewissen ein wachendes und nicht einschlafendes, ein richtiges und nicht ein irrendes,so zeiget dieses mit dem Sitten gesctzc Gottes uns un-ser Elend, unser Getrenntsein von Gott.
Gott fordert als in einer Summa in seinem Gesetz:' Liebe Gott üb er Alles und deinen Räch steu alsdich selbst.