Einleitung. 7
Die zwei inner« Beweise für die Göttlich-k eit der h. Schrift sind aus ihrem Inhalte undihren Wirkungen hergenommen.
Erster innerer Beweis. Der Inhalt der heil. *Schrift ist:
!. über die höchsten, von Menschen nicht zu erdenkendenWahrheiten belehrend, aber dennoch deutlich, und mitder erleuchteten Vernunft übereinstimmend.
Pf. t9, 9. Die Gebote des Herrn sind lauter und erleuch-ten die Augen.
In der h. Schrift giebt es freilich Lehren, wie manauch solches nur von einer gcoffenbartcn Religion erwar-ten kann, die höher als unsere Vernunft sind; mannennt sie Geheimnisse des Christcnthums. Diese kön-nen hier nur im Glauben mit einem einfältigen Sinneerfasset werden, und sind dem Schauen für die Seligkeitvorbehalten.
Matth. II, 25,. 26. Zu dersclbigen Zeit antwortete Jesusund sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und derErde, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast, undhast es den Unmündigen geoffenbaret. Ja Vater, denn es istalso wohlgefällig gewesen vor dir.
S. Die h. Schrift besteht aus Büchern aus den verschie-densten Zeiten und von den verschiedensten Ver-fassern, und dennoch ganz übereinstimmend mitsich selbst. Stufenweise hat sich der Herr gcoffcnba-rct. Erst Dämmerung, dann Licht, dann völligerTag.
Galater I, 8. S. Aber so auch wir oder ein Engel vom Him-mel euch würde Evangelium predigen anders, denn das wir euchgepredigt haben, der sei verflucht. Wie wir seht gesagt haben,so sagen wir auch abermal: So Jemand euch Evangelium predigetanders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht.
3. Alle Wahrheiten, Lehren, Gebote und Verheißungensind Gott geziemend, mit den VollkommenheitenGottes übereinstimmend.
Ps. !S, 8. 9. Das Gesetz des Herrn ist ohne Wandel sd. h.vollkommen) und erquicket die Seele. Das Zeugniß des Herrn»st gewiß und macht die Albernen weise. Die Befehle des Herrnsiud richtig und erfreuen das Herz.