KV Sonntag W.
Sonntag VI V»
Frage 122. Was ist die erste Bitte?
Antwort. ,,Geheiliget werde Dein Name";dasist: Gib uns erstlich, daß wir Dich recht erkennen'), undDich in allen deinen Werken, in welchen leuchtetDeine All'Mächtigkeit, Weisheit, Güte, Gerechtigkeit, Barmherzigkeitund Wakrheir, heiligen, rübmen und preisen '). Darnachauch, daß wir unser ganzes Leben, Gedanken, Worte undWerke dahin richten, daß Dein Name um unsertwillen nichtgelästert, sondern geehret und gepriesen werdest.
Fr. 122. 1) Joh. 17, Z. Das ist aber das-ewige Leben» daß sieDich, daß Du allein wahrer Gott bist, und den Du gesandt hast, JesumChristum, erkennen. Jercm. S, 21. ZI, ZZ—Z4.
2) Ps. S2, 2—Z. Das ist ein köstliches Ding, dem Herrn danken,und lobsingen deinem Namen, Du Höchster; des Morgens deine Gnadeund des Nachts deine Wahrheit verkündigen. Rom. l, 2». 5 Mos. Z, 24.Ps. 104, 24. Ps. 1VS, 1. Daniel s, 14. Ps. 10Z, 8. Ps. 111, 7.
3) Ps. Z4, Z—4. Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, daßdie Elenden hören und sich freuen. Preiset mit mir den Herrn, undlasset uns mit einander feinen Namen erhöhen!
Philipp. 2, 15. Aus daß ihr seid ohne Tadel, und lauter, und Got-tes Kinder, unsträflich mitten unter dem unschlachtigen und verkehrtenGeschlecht, unter welchem ihr scheinet als Lichter in der Welt. Matth. S, 16.
Sonntag
Frage 123. Was ist die andere Bittet
Antwort. „ Zu un 6 komme Dkin Rei ch')"; das ist:Regiere uns also durch Dein Wort und Geist, daß wir unsDir je länger je mehr unterwerfen'). Erhalte und mehredeine Kirche3), und zerstöre alle Werke des Teufels, undalle Gewalt '), die sich wider Dich erbebt, und alle böse Rath-schlüge, die wider Dein beiliges Wort erdacht werden, bisdie Vollkommenheit Deines Reiches herzukomme, darin Duwirst Alles in Allem sein ^).
Fr. 123. 1) Ps. 103, 1». Der Herr dal seinen Stuhl im Him-mel bereitet, und sein Reich herrschet über Alles.
Reich der Natur:
Jes.40,2b. HebetcureAugenin die Höhe, und sedct! Wer hat solche Dingegeschaffen, und führet ihr Heer bei derZahl heraus ? Er rufet sie alle mit Namen ?sein Vermögen und starke Kraft ist sogroß, daß nicht an Einem fehlet. Ps. 138.
Gnadenreich:
Hebr. 12, 28. Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglichesReich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zugefallen mit Zucht und Furcht. Joh. Z, IS. Tit. Z, 4—7.