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Der Heidelbergische Catechismus nebst den betreffenden Beweisstellen der Heiligen Schrift
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75
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Frage il2.

7S

darum offenbar ist, wir werde» auch nichts hinauo bringen. Wenn wiraber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns begnügen.

Sparsamkeit:

Joh. «, 12. Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts umkomme.

Wvhlthätigkeit:

Jes. 58, 7. Brich dem Hungrigen dein Brod, und die, so im Elendfind, führe in das Haus; so du einen nackend siebest, so kleide ihn, undentziehe dich nicht von deinem Fleisch. (Tobias 6, 9.)

Wiedererstattung:

Hesck. 55, 15. So der Gottlose das Pfand wiedergibt, und bezahlet,was er geraubet hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt, daß erkein Böses thut: so soll er leben und nicht sterben. Luc. >9,8. Ephes. 4, 28.

Sonntag XI.III.

Frage 1>2. Was will das neunte Gebot?

Antwort. Daß ich wider Niemand falsches Zcugnißgebe'), Niemand seine Worte verkehre"), kein Afterrederund Lästerer ^ sei, Niemand unverhört und leichrlich verdam-men Helfessl, sondern allerlei Lügen') nnd Trügen, als eigeneWerke des Teufels, bei schwerem Gottes Zorn vermeide, illGerichts- und allen andern Handlungen die Wahrheit liebes,aufrichtig sage nnd bekenne"), auch meines Nächsten Ehreund Glimpf nach meinem Vermögen rette ^) und fördere.

Fr. IIS. 1) Spr. 12, 5, Ein falscher Zeuge bleibet nicht unge-straft, und wer Lügen frech redet, wird nicht entrinnen. Spr. 21, 28.

2) Spr. 4, 24. Thuc von dir den verkehrten Mund, und laß dasLastermaul ferne von dir sein. Matth. 26, 60-61.

5) 5 Mos. 19, 16. Du sollst kein Verläunider sein unter deinemVolke. Jerem. 18, 18. Jacob! 4, II.

4) Matth. 7,1. Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. 2S.» Z) Ephes. 4, 25. Leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein

Jeglicher mit seinem Nächsten.

Schmeichelei :

1 Chronika 50, 17. Aufrichtigkeit ist Gott angenehm.

Schwatzhaftigkcit:

Spr. 10, i s. Wo viele Worte find, da geht es ohne Sünde nicht ab»

Ruhmredigkeit und das Prahlen:

Rom. 12,5. Niemand halte weiter von sich, denn sich's gebühret zu hatten.