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Da nun die mittlere Zeit der wahren Zeit abwech-selnd vorhergehet oder folgt, so folgt daraus, daß dieMittagslinie der Mittlern Zeit an beiden Seiten der Linieder wahren Zeit hingehen und sich um dieselbe schlängelnmuß, und daß diese letztere immer eine gerade Linie ist,wenn sie auf einer geraden Fläche, wie wir sie hier neh-men, gezogen wird. Taf. V, Fig. 1 und 2.
Man stehet aus der Gestalt der Mittagslinie dermittlem Zeit, die einer sehr verlängerten 8 gleicht, daßder Lichtpunkt, welcher durch das Loch der eisernen Plattean der Spitze der Zcigerstange 8 kommt, an demselbenTage zwei Male auf die Curve fallen muß; aber nurein'Schenkel dieser Curve bezeichnet den mittlem Mittagfür eine gewisse Zeit des Jahres; der andere Schenkelbezeichnet ihn für eine andere Jahreszeit, wie man leichtan den, um diese Curve geschriebenen Monatsnamen un-terscheiden kann. (Taf. V, Fig. 2.)
Um die horizontale Mittagslinie der Mittlern Zeit zuziehen, muß man zuvor, wie wir es in Nummer 12 er-klärt haben, die Mittagslinic der wahren Zeit ziehen.
An den beiden Seiten dieser Mittagslinie und durchdas Centrum des Plans*) ziehet man die Stundenlinienvon 11 Stunden 45 Minuten und von 12 Stunden 15Minuten.
Wie man Taf. V, Fig. 2 stehet, ist es hinreichend,eine gute Sccundenuhr zu haben, um diese beiden Linienzu ziehen; will man aber lieber die Berechnung der Stun-denwinkel anwenden, so macht man Analogie:
Der Radius verhält sich zum Sinus der Polhöhe,wie die Tangente das Meridianabstandes der Sonne fürdie gegebene Stunde zur Tangente des Stundenwinkelsauf der Horizontaluhr.
Hat man die beiden Linien von 11 Stunden 45 Mi-nuten und 12 Stunden 15 Minuten gezogen, so sucheman auf der Mittagslinie der wahren Zeit die Punkte,denen die Grade der Zeichen des Thierkreises von fünf
*) Der Mittelpunkt einer horizontalen Sonnenuhr ist der Durch-schnittspunkt R. der Linie K.L mit der Verlängerung der Mittags-lienic klll, wenn die Linie R. 8 zur Polhöhe erhoben ist.