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Kunst, die Pendel- und Taschenuhren zu behandeln : mit 5 Tafelabb.
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von der Nachts im Zimmer nicht merklich abweichen.Übrigens ist die Lage der Uhr im Wagen und auf demTische mehr beständig dieselbe, als sie es, getragen in derTasche des Beobachters, sein würde.

Bemerkung.

Wir haben oben angenommen, daß der Beobachter,welcher die Erd- oder Seelängen bestimmen soll, mit ei-ner senkrecht gerichteten astronomischen Uhr versehen ist,weil man diese Art Uhren bei sich tragen kann und siedeshalb bequemer erscheinen; wir meinen aber, daß ebeneine solche Uhr, zum Gebrauche in der horizontalen Lageeingerichtet, eine beständigere Richtigkeit verschaffen mußund deswegen vorzuziehen ist, besonders zum Gebraucheauf der See.

Da diese Uhr eine Suspension hat, so kommt esdem Künstler zu, das zur horizontalen Lage paßliche Mit-tel anzuwenden, indem er zum Träger des untern Za-pfens der Unruhe anstatt des Rubins einen Diamantnimmt.

Von derWeise, die Mittagslinie der MittlernZeit zu ziehen.

Wir haben oben in Nummer 1 gezeigt, daß diewahre oder sichtbare Zeit diejenige ist, welche durchdie Bewegung der Sonne geregelt wird; daher ist derwahre Mittag der Augenblick, da das Centrum der Sonneim Meridiane ist. Ein wahrer Tag ist der Zwischenraumzwischen zwei auf einander folgenden Wiederkehren derSonne in denselben Meridian. Während dieses Zwischen-raumes durchgehet, sie bis zum Meridiane 300 Grade deshimmlischen Äquators und noch einen Bogen von diesem,mit der Bewegung der Sonne in Rectascension gleichenZirkel (aufsteigende, gerade Linie).

Da nun diese Bewegung ungleich ist, so kann diewahre Zeit nicht gleichförmig sein. Eine gut geregelteSchlaguhr kann daher mit der wahren Zeit nur vierMale im Jahre zusammentreffen, an allen andern Tagenwird sie vor- oder nachgehen, je nachdem die mittlereLänge der Sonne kleiner oder größer, als ihre wahreRectascension sein wird.