Kunst,
die Pendel- und Taschenuhren zu behandelnund zu stellen.
1.
Bon der Einteilung der Zeit. Bedeutung der Wirter wahre undmittlere Zeit.
ic Zeit, welche von dem Durchgange der Sonne durchden Meridian') an, bis zu ihrer Rückkehr zu demselbenMeridiane verfließt, nennen die Astronomen den natür-lichen Tag oder den Sonnentag").
Der Tag wird in 24 gleiche Theile, welche man-Stunden nennt, gcthcilt; die Stunde thcilt man wiederin <50 gleiche Theile, welche man Minuten nennt, undjede Minute wieder in <50 gleiche Theile, denen man denNamen Secunden gibt. Ein Tag enthalt also 1440
') Man nennt Meridian (Mittagskreis) eine Fläche (Tafel
4, Fig. 3), die so eingeteilt ist, daß, wenn die Sonne jeden Tagbis zum Punkte ihrer größten Erhöhung oder Höhe über dem Ho-rizonte (Culminationspnnkt) gelangt ist, der Schatten der Platte Ldes Stiftes durch die Linie ?IVl in zwei gleiche Theile fletheiltist. Man nennt Meridianlinie (Mittagslinie) die Linie ?IVl undMittag, den Augenblick, da der Schatten des Stiftes L durchdie Mittagslinie geteilt ist. Die Mütagslinie einer Sonnenuhrhat dieselbe Eigenschaft, wie die eben beschriebene.
") Mit andern Worten: Derjenige Zeitraum, in welchem sich dieErdkugel einmal um ihre Axe drehet, so daß er alsdann auch dieNacht mit in sich begreift und eine Zeit von 24 Stunden aus-macht. Der künstliche oder bürgerliche Tag heißt dagegen die Zeit,vom Morgen bis zum Anbruche der Nacht, oder die Zeit, da dieSonne über unserm Horizonte sichtbar ist.
A» d, Ü,
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