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Kunst, die Pendel- und Taschenuhren zu behandeln : mit 5 Tafelabb.
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Wie man es macht, daß eine Taschenuhr denAbweichungen der Sonne folgt und wie mansie zugleich richtet.

Erstes Beispiel.

Man hat am 10. Januar seine Uhr mit der Sonnegleich gestellt und will dies am 20. wieder thun. Eheman daher die Zeiger schiebt, muß man nachsehen, umwie viel die Uhr von der Sonne ebweicht. Ich nehmean, daß sie gegen den Meridian um 3 Minuten vorgehet,man stellt sie nun wieder nach der Sonne, und sieht, umzu erfahren, ob es die Uhr ist, welche variirt hat, dieDifferenz der Aquation des 10. und des 20. Januarsnach. Man findet, daß am 10 Januar die Sonne um8 Minuten zurückbleibt, also am 20. aber um 11-Z-; siebleibt also am 20. mm 3Z Minuten mehr zurück; die Uhrmuß daher gegen die Sonne 3z Minuten vorgehen; bisse-rirt sie mehr oder weniger, so muß man, nach Verhalt-niß der Abweichung den Zeiger der Stellscheibe schieben.

Zweites Beispiel.

Man hat seine Uhr am 11. December nach dem Me-ridian gestellt und will nun am 31. wissen, ob sie rechtgehet. Man sucht also die Aquation dieser beiden Tageund findet, daß am 11. December die Sonne um 0 Mi-nuten vor- und am 31. um 4 Minuten nachgehet. Sicist also vom II. bis zum 31. um 10 Minuten vorgegan-gen. Gehet die Uhr richtig, so muß sie um 10 Minu-ten zurück sein; denn befindet sie sich gerade im Meridian,so ist dies ein Beweis, daß sie um 10 Minuten vorge-gangen. Ist die Abweichung größer, so drehet man denZeiger der Stellschcibc. In andern Fallen verfahrt manauf gleiche Weise.

Gebrauch des Aquationszifferblattes, TafelIV. Fig. 1.

Ich habe ein Uhrzifferblatt vorrichten lassen, welchesstatt der Aquationstafel dienen kann. Es zeigt für jedenMonat des Jahres die Differenz zwischen der wahren undder mittleren Zeit und dient zur Regulirung der Uhr, beider es angebracht ist und um immer die Stunde der wah-ren und mittleren Zeit zu erfahren.