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Kunst, die Pendel- und Taschenuhren zu behandeln : mit 5 Tafelabb.
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den des Meridians um 12 Minuten zurückstellen*). Nunwird die Uhr auf der mittleren Zeit stehen. Um zu sehen,ob sie richtig gehet, muß man nach einigen Tagen denMeridian wieder sehen z.B. am 14. Oktober. Man wirdin der Tabelle nachsehen, um wie viel die Sonne am14. vorgehet und 14 Minuten finden; ist nun die Uhrregulirt, so muß am Mittage der Sonne der Mittag derUhr um 14 Minuten zurück sein. Differirt sie mehr oderweniger, als 14 Minuten, so ist dies ein Beweis, daßsie nicht richtig gehet und man muß alsdann den Zeigerder Stellscheibe, nach Verhältnis; der Abweichung rücken.

Bemerkung.

Aus diesem Beispiele kann man eine Regel ziehen,nach der man den Gang einer Pendeluhr genau vcrisici-ren kann. Hat man nämlich am K. October (oder anjedem andern Tage) seine Pendel auf die mittlere Zeitgestellt, so muß die Sonne, angenommen, daß die Pendelrichtig geht, am 1. November um 1k Minuten i) Sccun-den gegen sie vorgehen; am 23. December um4Secundenzurückbleiben; am 11. Februar um 14 Minuten 44 Se-kunden zurückbleiben und sich so immer mehr davon ent-fernen, wie es in der Gleichungstafcl angegeben ist.Dies folgt aus den Bemerkungen, welche wir im erstenAbschnitte über die wahre und mittlere Zeit gemacht haben.

Um eine Secundenpcndel genau nach der Stundedes Meridians zu stellen, muß man sich einer Sccun-dentaschenuhr bedienen, und dieselbe vermittelst desdes Drückers (Spieler) ?. (Taf. III. Fig. 2), dessen TheilT die Unruhe aufhält, bis zu dem Augenblicke, da dieSonne durch den Meridian gehet, in Mittag erhalten.In diesem Augenblicke läßt man den Drücker los und dieUhr gehet. Aus diese Weise hat man die Zeit des Durch-ganges mit großer Präcision. Es kommt nur noch dar-auf an, die Stunde der Pendel nach der der Taschenuhrzu stellen.

*) Der Grund dieser Operation ist sehr einfach; denn, wenn derMittag der Sonne vorgehet, -so heißt dies, die mittlere Aeit gehetnach, und wenn im Gegsntheile die Sonnc zurückbleibt, so heißtdies, die mittlere Zeit gehet vor.