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Kunst, die Pendel- und Taschenuhren zu behandeln : mit 5 Tafelabb.
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Bemerkung.

Was ich eben über das Stellen der wie Fig. 1 und2 (Taf. III) gebauten Uhren, die man französischenennt, gesagt habe, ist ebenfalls auf die englischen,Fig. 3/anwendbar. Um also eine englische Uhr zu stel-len, drehet man ebenfalls, wie bei der französischen, denStift o, Fig 3, vermittelst des Schlüssels; bei dieserUhr aber trägt dieser viereckige Zapfen das graduirteZifferblatt H., welches sich mit dem Stifte zugleich dre-het, während der Zeiger II unbeweglich ist, anstatt daß,wie man gesehen hat, bei Negulirung einer französi-schen Uhr, Fig. 1 und 2, das Zifferblatt unbeweglich istund sich der Zeiger drehet. Gehet daher eine englischeUhr zu spät, so muß man das Zifferblatt nach vorn dre-hen, ganz, als ob dies der Zeiger wäre, und die Zahlder Schwingungen bemerken, die durch den Zeiger II oderjeden andern unbeweglichen, um das Zifferblatt liegendenPunct gehen; gehet sie aber vor, so muß man das Ziffer-blatt rückwärts drehen.

10.

Von der Ärt, die Pendeluhren zu stellen.

Je länger ein Perpendikel ist, desto langsamer sindseine Schwingungen; je kürzer es dagegen ist, um destoschneller sind sie; verlängert man daher das Pendel einerThurm- oder Pendeluhr*), so macht man, daß sie lang-samer gehet; verkürzt man es dagegen, so macht man,daß sie vorgehet. Dieses Mittels bedient man sich zumStellen dieser Maschinen. Zu diesem Ende richtet mandie Stange (Taf. IV, Fig. 2) des Perpendikels so,daß die Linse II an ihr aufsteigen und herabfallen kann.Man bringt unten an der Stange eine SchraubenmutterOD an, welche vermittelst der Schraube in die Spitze

Die Länge eines Pendels mißt man vom Puncte dem soge-nannten Suspensionscentrum (Hangepunkt) bis zum Punkte L,dem sogenannten Oscillationscentrum (Schwingpunct). Die grö-ßere oder geringere Schwere der Linse verändert die Schnelligkeitder Schwingungen nicht.