Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
386
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ausdehnt, den Himmel, so weit, ihm entdeckbar, er vonGestirnen umflammt wird, als innerlich sein, als ihm zurBetrachtung und Wirksamkeit gegeben an. Schon dasKind sehnt sich über die Hügel, über die Seen hinaus,welche seine enge Heimath umschließen; es sehnt sich dannwieder pflanzenartig zurück: denn es ist das Rührende undSchöne im Menschen, daß Sehnsucht nach Erwünschtemund nach Verlorenem ihn immer bewahrt ausschließlich andem Augenblicke zu haften. So festgewurzelt in der inner-sten Natur des Menschen, und zugleich geboten durch seinehöchsten Bestrebungen, wird jene wohlwollend menschlicheVerbindung des ganzen Geschlechts zu einer der großenleitenden Ideen in der Geschichte der Menschheit."

Mit diesen Worren, welche ihre Anmuth aus derTiefe der Gefühle schöpfen, sei es dem Bruder erlaubt dieallgemeine Darstellung der Naturerscheinungen im Weltall zubeschließen. Von den fernsten Nebelflecken und von kreisendenDoppelsternen sind wir zu den kleinsten Organismen derthierischen Schöpfung im Meer und Land, und zu denzarten Pflanzenkeimen herabgestiegen, welche die nackteFelsklippe am Abhang eisiger Berggipfel bekleiden. Nachtheilweise erkannten Gesetzen konnten hier die Erscheinungengeordnet werden. Gesetze anderer, gehcimnißvollerer Artwalten in den höchsten Lebenskreisen der organischen Welt:in denen des vielfach gestalteten, mit schaffender Geistes-kraft begabten, spracherzeugenden Menschengeschlechts.Ein physisches Naturgemälde bezeichnet die Grenze, wodie Sphäre der Intelligenz beginnt und der ferne Blicksich senkt in eine andere Welt. Es bezeichnet die Grenzeund überschreitet sie nicht.