Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
81
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es bedarf nicht zu seiner Vollständigkeit der Aufzählungaller Lebensgestalten, aller Naturdingc und Naturprocesse.Der Tendenz endloser Zersplitterung des Erkannten undGesammelten widerstrebend, solider ordnende Denker trachten,der Gefahr der empirischen Fülle zu entgehen. Ein ansehn-licher Theil der qualitativen Kräfte der Materie oder, umnaturphilosophischer zu reden, ihrer qualitativen Kraft-äußerungen ist gewiß noch unentdeckt. Das Aufsinden derEinheit in der Totalität bleibt daher schon deshalb unvoll-ständig. Neben der Freude an der errungenen Erkenntnis;liegt, wie mit Wchmuth gemischt, in dem aufstrebenden,von der Gegenwart unbefriedigten Geiste die Sehnsucht nachnoch nicht aufgeschlossenen, unbekannten Regionen desWissens. Eine solche Sehnsucht knüpft fester das Band,welches, nach alten, das Innerste der Gedankenwelt beherr-schenden Gesetzen, alles Sinnliche an das Unsinnliche kettetzsie belebt den Verkehr zwischen dem,was das Gemüthvon der Welt erfaßt, und dem, was es aus seinen Tiefenzurückgiebt".

Ist demnach die Natur (Inbegriff der Naturdinge undNaturerscheinungen), ihrem Umfang und Inhalte nach,ein Unendliches, so ist sie auch für die intellectuellen Anlagender Menschheit ein nicht zu fassendes, und in allgemeinerur sachlich er Erkenntniß von dem Zusammenwirken allerKräfte ein unauflösbares Problem. Ein solches Bekenntnißgeziemt da, wo das Sein und Werden nur der unmittel-baren Forschung unterworfen bleibt, wo man den empi-rischen Weg und eine strenge inductorische Methode nichtzu verlassen wagt. Wenn aber auch das ewige Streben,die Totalität zu umfassen, unbefriedigt bleibt, so lehrt uns

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