Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
Seite
70
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für uns, indem wir sie in uns aufnehmen, indem sie sichin uns zu einer Naturanschauung gestaltet. Sv ge-heimnißvoll unzertrennlich als Geist und Sprache, derGedanke und das befruchtende Wort sind, eben sv schmilzt,uns selbst gleichsam unbewußt, die Außenwelt mit demInnersten im Menschen, mit dem Gedanken und der Em-pfindung zusammen.Die äußerlichen Erscheinungen werdeno", wie Hegel sich in der Philosophie der Geschichteausdrückt,in die innerliche Vorstellung übersetzt". Dievbjective Welt, von uns gedacht, in uns reslectirt, wirdden ewigen, notwendigen, alles bedingenden Formen unserergeistigen Eristenz unterworfen. Die intellectuelle Dichtigkeitübt sich dann an dem durch die sinnliche Wahrnehmungüberkommenen Stoffe. Es liegt daher schon im Jugendalterder Menschheit, in der einfachsten Betrachtung der Natur,in dem ersten Erkennen und Auffassen eine Anregung zunaturphilosophischen Ansichten. Diese Anregung ist ver-schieden, mehr oder minder lebhaft, nach der Gemüths-stimmung, der nationalen Individualität und dem Cultur-zustande der Völker. Eine Geistesarbeit beginnt, sobald,von innerer Notwendigkeit getrieben, das Denken denStoff sinnlicher Wahrnehmungen aufnimmt.

Die Geschichte hat uns die vielfach gewagten Versucheaufbewahrt, die Welt der physischen Erscheinungen in ihrerVielheit zu begreifen, eine einige, das ganze Universumdurchdringende, bewegende, entmischende Weltkraft zu er-kennen. Diese Versuche steigen in der elastischen Vorzeitzu den Physiologien und Urstoff-Lehren der ionischenSchule hinauf, wo bei wenig ausgedehnter Empirie (beieinem dürftigen Material von Thatsachen) daS ideelle