Druckschrift 
1 (1845)
Entstehung
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Schematismus, enger, als ihn je das Mittelalter der Mensch-heit angezwängt, haben, in jugendlichem Mißbrauch edlerKräfte, die heiteren und kurzen Saturnalien eines rein-ideellen Naturwissens bezeichnet. Ich wiederhole den Aus-druck: Mißbrauch der Kräfte; denn ernste, der Philosophieund der Beobachtung gleichzeitig zugewandte Geister sindjenen Saturnalien fremd geblieben. Der Inbegriff vonErfahrungskenntnissen und eine in allen ihren Theilenausgebildete Philosophie der Natur (falls eine solcheAusbildung je zu erreichen ist) können nicht in Wider-spruch treten, wenn die Philosophie der Natur, ihremVersprechen gemäß, das vernunstmäßige Begreifen der wirk-lichen Erscheinungen im Weltall ist. Wo der Widerspruchsich zeigt, liegt die Schuld entweder in der Hohlheit derSpeculation oder in der Anmaßung der Empirie, die mehrdurch die Erfahrung erwiesen glaubt, als durch dieselbebegründet ward.

Man mag nun die Natur dem Bereich des Geistigenentgegensetzen, als wäre das Geistige nicht auch in demNaturganzen enthalten, oder man mag die Natur derKunst entgegenstellen, letztere in einem höheren Sinne alsden Inbegriff aller geistigen Productionskraft der Mensch-heit betrachtet; so müssen diese Gegensätze doch nicht aufeine solche Trennung des Physischen vom Jntellectuellenführen, daß die Physik der Welt zu einer bloßen An-häufung empirisch gesammelter Einzelheiten herabsinke. Wis-senschast fängt erst an, wo der Geist sich des Stoffes be-mächtigt, wo versucht wird, die Masse der Erfahrungeneiner Vernunfterkenntniß zu unterwerfen; sie ist der Geist,zugewandt zu der Natur. Die Außenwelt eristirt aber nur