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zu der Bedeutung von Weltall umgestempelt. Die Ein.führnng eines solchen Kunstausdruckes in die lateinischeSprache, die wörtliche Uebertragung des griechischen Kos-mos, in zwiefachem Sinne gebraucht, ist wahrscheinlichdem Ennius " zuzuschreiben, einem Anhänger der italischenSchule, dem Uebersetzer pythagoreischer Philosophcme desEpicharmus oder eines Nachahmers desselben.
Wie eine physische Weltgeschichte, wenn die Ma-terialien dazu vorhanden wären, im weitesten Sinne desWorts die Veränderungen schildern sollte, welche im Laufeder Zeiten der Kosmos durchwandert hat, von den neuenSternen an, die am Firmamente urplötzlich aufgelodert, undden Nebelflecken, die sich auflösen oder gegen ihre Mitteverdichten, bis zum feinsten Pflanzen-Gewebe, das die nackte,erkaltete Erdrinde oder ein gehobenes Korallen-Riff all-mälig und fortschreitend bedeckt, so schildert dagegen diephysische Weltbeschreibung das Zusammen-Bestehendeim Räume, das gleichzeitige Wirken der Naturkräfte undder Gebilde, die. das Product dieser Kräfte sind. DasSeiende ist aber, im Begreifen der Natur, nicht von demWerden absolut zu scheiden: Venn nicht das Organischeallein ist ununterbrochen im Werd.en und Untergehen be-griffen, das ganze Erdenleben mahnt, in jedem Stadiumseiner Existenz, an die früher durchlaufenen Zustände. Soenthalten die über einander gelagerten Steinschichtcn, ausdenen der größere Theil der äußeren Erdrinde besteht, dieSpuren einer fast gänzlich untergegangenen Schöpfung; sieverkünden eine Reihe von Bildungen, die sich gruppenweiseersetzt haben; sie entfalten dem Blick des Beobachters gleich-zeitig im Räume die Faunen und Floren der verflossenen