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um dcn Geist mit Ideen zu bereichern und die Einbil-dungskraft lebendig und fruchtbar anzuregen.
Man hat vielleicht mit einigem Rechte wissenschaft-lichen Werken unserer Littcratur vorgeworfen, das All-gemeine nicht genugsam von dem Einzelnen, die Ueber-sicht des bereits Ergründeten nicht von der Herzählungder Mittel zu trennen, durch welche die Resultate erlangtworden sind. Dieser Vorwurf hat sogar den größtenDichter ^ unsrer Zeit zu dem humoristischen AuSruf ver-leitet: „die Deutschen besitzen die Gabe, die Wissenschaftenunzugänglich zu machen". Bleibt das Gerüste stehen, sowird uns durch dasselbe der Anblick des Gebäudes entzogen.Wer kann zweifeln, daß das physische Gesetz in der Vcr-theilung der Continental-Massen, welche gegen Süden hineine pyramidale Form annehmen, indem sie sich gegenNorden in der Breite ausdehnen (ein Gesetz, welches dieVertheilung der Klimate, die vorherrschende Richtung derLuftströme, das weite Vordringen tropischer Pflanzenformenin die gemäßigte südliche Zone so wesentlich bedingt), aufdas klarste erkannt werden kann, ohne die geodätischenMessungen und die astronomischen Ortsbestimmungen derKüsten zu erläutern, durch welche jene Pyramidal-Formenin ihren Dimensionen bestimmt worden sind? Eben so lehrtuns die physische Weltbcschreibung, um wie viel Meilen dieAequatorial-Achse unseres Planeten größer als die Polar-Achse ist: daß die südliche Hemisphäre keine größere Ab-plattung als die nördliche hat; ohne daß es nöthig ist,speciell zu erzäblen, wie durch Gradmessungen und Pendel-Versuche die wahre Gestalt der Erde, als eines nicht regel-mäßigen, elliptischen Revolutions-Sphäroidö, gefunden ist