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Monocotyledonen bedecken einförmig den Beden: eine unabseh-bare Grasflur, gelb leuchtend in der Ferne; hier weiden einsamdas Kameel-Schaf und die von den Europäern eingeführtenNiuder. Wo die nackten Felöklippen trachytartigen Gesteinssich aus der Rasendecke emporheben, da entwickeln sich, beimangelnder Dammerde, nur noch Pflanzen niederer Orga-nisation: die Schaar der Flechten, welche der dünne,kohlenstoffarme Luftkreis dürstig ernährt, Parmelien, Le-cideen und der vielfarbige Keimstaub der Lepraricn. Inselnfrisch gefallenen SchneeS verhüllen hier die letzten Regungendes PslanzcnlebenS, bis, scharf begrenzt, die Zone deSewigen Eises beginnt. Durch die weißen, wahrscheinlichhohlen, glockenförmigen Gipfel streben, doch meist vergebens,die unterirdischen Mächte auszubrechen. Wo es ihnen ge-lungen ist durch runde, kesselförmige Feuerschlünde oder lang-gedehnte Spalten mit dem Luftkreise in bleibenden Verkehrzu treten, da stoßen sie, fast nie Laven, aber Kohlensäure,Schwefelhhdrate und heiße Wasserdämpfe aus.
Ein so erhabenes Schauspiel konnte bei den Bewoh-nern der Tropenwelt, in dem ersten Andränge roher Natur-gefühle, nur Bewunderung und dumpfes Erstaunen erregen.Der innere Zusammenhang großer, periodisch wiederkehrenderErscheinungen, die einfachen Gesetze, nach denen diese Er-scheinungen sich zoncnweise gruppircn, bieten sich dort aller-dings dem Menschen in größerer Klarheit dar; aber bei denUrsachen, welche in vielen Theilen dieses glücklichen Erdstrichsdem lvcalen Entstehen hoher Gesittung entgegentreten, sind dieVortheile eines leichteren Erkennens jener Gesetze (so weit ge-schichtliche Kunde reicht) unbenutzt geblieben. Gründliche Un-tersuchungen der neuesten Zeit haben es mehr als zweifelhaft