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Das Archiv des Hauses Stubenberg.
identisch mit dem Hans, den sie zwei Generationen tieferim Jahre 1377 sterben läßt, der aber, was sich auf derStammtafel nicht findet, wieder einen Sohn namens Hanshat, und dieser hat jene Elisabeth von Puchheim zur Frau,die dort als Gemahlin des angeblichen Hans der Wulfing-linie figuriert.
Das alles sind schwerwiegende Verstöße gegen denhistorischen Sachverhalt, die alle mit Leichtigkeit vermiedenwerden konnten, wenn die Leute, die diesen Stammbaumaufgestellt haben, sich sie Mühe genommen hätten, die vondem altverdienten Archivar Wartinger angefertigten und vonPratobevera veröffentlichten Urkunden zu studieren.
Grobe Fehler gibt es begreiflicherweise auch für die Zeit,für die uns Veröffentlichungen fehlen, wie die Pratobeveras.Aber jene Personen, die an dem Wurzbachschen Lexikonmitgearbeitet haben, mußten die reichen Quellen für die Ge-schichte des Stubenbergschen Hauses im steiermärkischenLandesarchiv, von deren Existenz sie Kunde hatten, zummindesten einsehen; es hätte sich dann nicht ereignen können,daß einzelne Persönlichkeiten des Stubenbergschen Hauses,die in genealogischen Verzeichnissen, in Testamenten undanderen Dokumenten genannt werden, hier ganz fehlen. Sohat jener Franz von Stubenberg, dessen Todestag unrichtigzum 6. September 1636 gesetzt ist, einen gleichnamigen Sohn,der in der Tafel fehlt. Der Sohn ist vermählt mit einer Apo-thekerswitwe Barbara Zimmermann in Pettau — eine, ichglaube die einzige Mesalliance im Hause Stubenberg. In gleicherWeise hat auch Assem (Erasmus) von Stubenberg, der SohnBalthasars I., auf der Stammtafel keinen Platz gefunden.
Fast erschrecklicher noch als für die ältere Zeit sinddie Verstöße in der jüngeren. Da, wo schon Genealogen,die Zeitgenossen waren, als Quellen erscheinen, wurden dieseQuellen nicht beachtet, dagegen in geradezu unsinniger WeiseNamen an Stellen gesetzt, wohin sie nicht gehören; eskommt vor, daß dieselben Namen mit denen ihrer Kinderauf der Tafel zweimal aufgeführt werden, als ob sie ver-schiedene Personen wären, indes sie doch eins sind. Sowird z. B. unter den Nachkommen des bei der JicinerKatastrophe im Jahre 1620 verunglückten Rudolf von Stuben-berg ein Enkel Otto VIII. mit seinen beiden Söhnen Johannund Joseph vermerkt, als Gattin dieses Otto wird AnnaIsabella von Lamberg vermerkt. In Wirklichkeit haben wires mit jenem Otto zu tun, den die Stammtafel als Otto VII.