Das Archiv des Hauses Stubenberg.
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Beck-Widmansteller in genealogischen Fragen als Autoritätgelten, haben sich ihrer schuldig gemacht. Ich habe allenGrund hierüber Klage zu führen, da ich durch die in Wurz-bachs Lexikon (Band XL, S. 155 ff) veröffentlichte Publi-kation, die (S. 123) als ihre Quellen die Urkunden und Aktendes steiermärkischen Landes, sodann Manuskripte des steier-märkischen Archivsbeamten E. Kümmel und eine ArbeitBeck-Widmannstetters nennt, irre geführt worden bin und diein diesem Buche beigegebene Stammtafel zur Grundlage meinerStudien gemacht habe, was mir, ehe mir noch die originalenQuellen selbst zur Verfügung standen, außerordentlich hinder-lich war, da ich bei jeder falschen Angabe dieser Stamm-tafel nach den vermeintlichen Quellen suchen mußte, aufdenen sie sich aufbaute. Schon das Studium der ersten Jahr-hunderte des Stubenbergischen Hauses zerstörte den Glauben,daß die in der Stammtafel enthaltenen Angaben auf urkund-lichem Fundamente ruhen.
Von der für die älteste Geschichte der Stubenberger sowichtigen Verzweigung in vier Hauptlinien Stubenherg, Neid-perg, Landesere und Stadeck findet sich in der Sta mm tafelkeine Spur, dagegen wird Ulrich II., der im Jahre 1291starb, zum Sohn des 1218 gestorbenen Ulrich I. gemacht,während er in Wirklichkeit dessen Urenkel ist; so teilt sichvon den Brüdern Wülfing IV. und Ulrich II. (die es als solchegar nicht gibt), der Stamm in zwei Äste, die in Wirklichkeitauch nur in der Phantasie des Verfassers dieser Stammtafelexistieren, zwei Äste, von denen der links stehende seinenAbschluß findet mit einem Hans von Stubenberg, dem Sohneeines in Wirklichkeit nicht aufzufindenden Friedrich, währender in Wahrheit nicht der Sohn, wohl aber der Enkel einesein Jahrhundert später lebenden Friedrich ist; so wird dieN. N., Gemahlin Ottos von Goldeck, eine Tochter Wülfings IV.genannt, während in Wirklichkeit Otto’s von Goldeck GemahlinElsbeth heißt und die Tochter Wülfings ist, der abernicht 1258 sondern 1280 gestorben ist. Von den Kinderndieser Elsbeth weiß die Stammtafel nichts, obwohl wenigstensdie Tochter Hedwig wegen der Verwandtschaft mit den Poten-dorfern und der Familie Portia genannt werden mußte; sohat der von der Stammtafel genannte Friedrich nicht einesondern zwei Töchter, von denen die zweite in der Stamm-tafel nicht genannte Kathrey heißt und mit Nikiein demWeissenkircher vermählt ist. Jener Hans, den die Tafel alsletzten Sprossen der Wulfinglinie erscheinen läßt, ist viel mehr