Druckschrift 
[Hauptbd.] (1906)
Entstehung
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Das Archiv des Hauses Stubenberg.

Während wir in der obenangegebenen Spezifikation imLädl Nr. 0 die Erbeinigung u. s. w. finden, weisen die Titelan den Umschlägen, z. B. aus: Ins Lädl 6 Kaufbriefskopievon Adam von Dietrichstein an Wolf von Stubenberg wegendes Verkaufs der Ämter Stainz, Herzogberg und Langenwang.

Die einzelnen „Lädl“ haben zu gewissen Zeiten Unter-abteilungen, die wieder nach Buchstaben gesondert sind.Lädl 52, lit. B, enthält Lehensachen, 52, lit. E, eine QuittungJohanns von Lehenhofen über den Verkauf von PöllauerGülten, 52, lit. P, einen Prozeß, lit. S, einen Heirats-brief u. s. w.

Im Lädl 55 finden wir unter lit. G einen Brief Georgsvon Stubenberg an den Landeshauptmann, betreffend dieBrückenmautsteigerung bei Pernegg, unter lit. F einen Beverswegen Jagdübergriffe, unter lit. C einen Prozeß Stubenberg-Cassinedi, unter lit. B. einen Vertrag zwischen Kapfensteinund Pernegg. Lädl 75, lit. J, meldet vom Verkauf einesWaldes, lit. R über ein Raisgeyeid zu Mixnitz.

Aus der schon genannten Ziffer 159 ist ersichtlich, daßdie Anzahl der Läden eine große war, so sieht man aus denden Ziffern beigesetzten Buchstaben (z. B. lit. T, Lädl 52,lit. X, Lädl 52), daß auch die Gruppen in den einzelnenLäden zahlreich gewesen sind.

Daß über den Ein- und Auslauf des Aktenmaterialsgenaue Vermerke in einer eigenen Registratur gemacht wur-den, entnimmt man einer Notiz in einem Stück vom 6. Mai1652, wo es heißt: r Nota, der von J. Gn. begehrte Reversvom hiesigen Pfarrer ist nachgesucht worden, aber weder inder Registratur noch im Briefgewölbe etwas davon zu findengewesen. “

Man hatte also wohl für den gewöhnlichen Bedarf einemehr oder weniger sorgsam geführte Registratur, in welchletztere man zunächst Einblick nahm, wenn man nach einembestimmten Aktenstück suchte. Entlehnungen aus dem Archivdurch Mitglieder des Hauses fanden häufig statt: in einem Stückde dato Kapfenberg 1670 Febr. 23 lesen wir: Recognition,daß Otto von Stubenberg aus dem Stubenbergerischen Archivvon der Herrschaft Kapfenberg vier verschiedene Stücke oderBriefe herausgenommen hat. In einem anderen Stücke heißtes: Aus dieser Schublade 5 sind genommen und dem altenGn. Herrn nach Graz geschickt worden 4 Theilbriefe. Oder:die Hohenfelderischen Sachen haben Ihre Gnaden zurück-