Druckschrift 
[Hauptbd.] (1906)
Entstehung
Seite
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Das Archiv des Hauses Stubenberg.

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genommen und in den unteren Schreibtisch Nr. 6 gelegt.Wurde von einem Stück eine Kopie genommen, dann findetsich wohl eine Bemerkung, wie die Folgende: das Originalliegt im Archiv im 16. Ladl (Wechselbrief vom 1. Mai 1625).Das Archiv befand sich also wohl zweifellos trotz verschie-dener Umstellungen und Verschiebungen der Materialien, dievon Zeit zu Zeit vorgenommen wurden, in einer trefflichenOrdnung. Der Registrator in der Kanzlei hatte ja eine leichteAufgabe: die Regel im XVI. und zum Teil im XVII. Jahr-hundert war, daß, wie schon oben bemerkt wurde, von einemausgehenden Stück eine Kopie behalten wurde und dieserder Inhalt in knappster Weise am Umbug beigegeben wurde,z. B.: Was ich (Wolf von Stubenberg) dem Erasam von Traut-mansdorf .... schreib ... In ähnlicher Weise registriert, wiebemerkt, Wolf alle seine Schreiben und diesem Beispiele folgtesein gleichnamiger Sohn. Solchergestalt werden auch die ein-laufenden Stücke mit knappen Inhaltsangaben versehen unddiese sind zweifellos in die Registraturbücher übergegangen,von denen sich leider keines erhalten hat.

In das Stubenbergische Archiv sind verschiedene Schriftengekommen, die strenge genommen keine Archivalien sind,und die auch jetzt in die allgemeine Handschriftenreihe ein-geschoben sind. Dazu gehört in erster Linie jenes interes-sante von einer Hand des ausgehenden XVII. oder vor Beginndes XVIII. Jahrhunderts niedergeschriebene Stück, in wel-chem sich unter Nummer drei die Sage vom Schatz imSchöckel befindet. Die beiden vorangehenden Nummern mögenin verhältnismäßig später Zeit aufgeschrieben worden sein;daß dagegen die Sage vom Schatz im Schöckel eine weitüber das XV. Jahrhundert hinausreichende und nicht etwajüngeren Ursprungs ist, wird man aus inneren und äußerenKennzeichen erhärten können. Zu diesen gehört die Tatsache,daß schon eines der unten angeführten Archivsverzeichnisse,das beim Herrschaftsantritte Georgs von Stubenberg etwaum 1504 angelegt wurde, dieser Sage gedenkt, indem mandort liest: Item, im ladl ligt der schlussl zum Schögkl. Auchdie beiden ersten Nummern sind von hohem Interesse. Num-mer 1 meldet von einem Briefe, den ein Samuel Stubenbergzur Zeit der Kreuzigung Christi über diese Tatsache ge-schrieben hat. Im XVII. Jahrhundert war dieser Berichtschon vorhanden, denn jenen Samuel von Stubenberg führenschon Genealogien dieser Zeit unter den Ahnen des Hausesan. Der Bericht ist bestimmt, von dem hohen Alter des