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Das Archiv des Hauses Stubenberg.
Lädl die betreffende Urkunde sich befindet: Die einzelnenLaden tragen zu seiner Zeit Nummern. Wir erfahren z. B.,daß die auf die verwandten Goldecker sich beziehenden Stückezumeist sich im Lädl Nr. 7 befanden. Wie man dem unterNr. 9 mitgeteilten Verzeichnis entnimmt, dürfte dies LädlNr. 7 auch noch zwei Jahrhunderte später vornehmlich Erb-schafts - Angelegenheiten und -Ansprüche enthalten haben.Interessant sind die Notizen, die Wolf an den Kücken derUrkunden anbringt. Zur Urkunde vom 12. April 1356 (Notizen-block IX. 151) schreibt er: „Der Brief weist aus, daß dievon Hochenburg der von Stubenberg Freind (-Verwandte) sind.Zum Brief vom 24. Juni 1348 (Notizenblatt IX, 138) be-merkt er: Der Brief weist aus, daß ich der Äbte vonSt. Lambrecht Vogt sei. Zum Briefe vom 4. März 1349 (fehltim Notizenblatt) steht von Wolfs Hand: Der Brief, unserHaus zu Graz (betreffend) ist im 1541 ten Jahr 192 Jahre alt.Solche Berechnungen von seiner Hand gibt es noch mehrere.
Es ist nun bei der wachsenden Zahl von Akten und Ur-kunden begreiflich, daß diese oft übertragen wurden, nament-lich wenn eine neue Vermehrung der Laden erfolgte. So kannes Vorkommen, daß sich auf einer und derselben Urkunde— es ist die vom 15. Mai 1382 (Notizenblatt VI, 465) voneiner älteren Hand die Notiz findet: Ins Ladl Nr. 1 gehörigund von einer jüngeren: Ins Ladl 53, lit E. Zu den größtenSchätzen des Hauses gehörte zweifellos die schöne Schöckel-sage, die der Familie die Verheißung ungeheurer Reichtümergab; auch sie befand sich im Ladl Nr. 1 und wurde späterin eine andere überlegt.
Vermäclitbrief, so wurden diese Vermerke in Stücken des XVI. Jahr-hunderts zu förmlichen Urkundenauszügen. Wolf von Stubenberg, derin der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts lebte, hatte die Gewohnheit,von jedem ausgehenden Stück Konzepte in der Hand zu behalten, undvon außen mit seiner nicht immer gut lesbaren Schrift den Inhalt zuvermerken, z. B.: darinnen seyn des Prucker 2 ämder, daraus mag manedlyche gyeder fyrnemen und nämlich dye bey dy stan vom geschlos,so zu der robad ungelogen seyn und den Deufenpacher pruken anschlag
darauf lösen.In der Regel steht: Was ich dem x. etc. schreyb.
Bei einlaufenden Stücken schrieb er außer dem Inhalt auch noch diePerson des Absenders und den Tag und oft auch die Stunde des Em-pfangs hinzu: der bryef ist myr born (geworden) am ... . von . . . .Wolfs gleichnamiger Sohn, hielt diese Gepflogenheit bei. Wir lesen alsounter seiner Adresse von seiner Hand, z. B.: Schreiben von FrauenMagdalena von Stubenberg, Wittiben, diejenigen wider Herrn Danielnvon Stubenberg im landtrechten erlangte behebnussen und erkendten
ansatz betreffendt.begert anstatt des herrn Daniels die be-
zallung zu laisten.
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